Der unnachgiebige CEO der Bank Coop geht

Bis März 2015 muss die Bank Coop einen neuen CEO finden. Der bisherige Chef wechselt dann zu einem anderen Institut. 

Andreas Waespi (Bild), derzeit CEO der Bank Coop und Mitglied der Konzernleitung der Basler Kantonalbank (BKB), wechselt per 1. März 2015 zur Aargauischen Kantonalbank. Dort wird er per 1. Mai 2015 die Funktion des Direktionspräsidenten übernehmen, wie die Bank Coop am Mittwoch mitteilte.

Bei der Aargauischen Kantonalbank löst er Rudolf Dellenbach ab, der im April 2015 in Pension gehen wird.

Der 53-jährige Waespi ist seit 18 Jahren für den BKB-Konzern tätig. Seit 2000 ist er Mitglied der Konzernleitung und seit 2004 deren stellvertretender Vorsitzender. Die Leitung der BKB-Tochter Bank Coop übernahm er Ende 2005. Bevor er 1996 zur Basler Kantonalbank stiess, übte er verschiedene Funktionen bei der Schweizerischen Volksbank und der Credit Suisse – dort als Mitglied der Direktion - aus.

Unnachgiebige Haltung sorgte für Kundenärger

Zuletzt machte Waespi eine eher unglückliche Figur: Die Bank Coop hatte Ende 2013 sensible Daten an Tausende von falschen Adressen verschickt. Verärgerte Kunden, die daraufhin ihr Vertrauen verloren hatten und ihre Bankbeziehung kündigten, wollte die Bank Coop aber nicht einfach so ziehen lassen.

Die Kunden sollten die Kündigungsfrist einhalten, lautete der Standpunkt Bank. Wer sein Erspartes sofort abheben wollte, dem drohte die Verrechnung von einem Prozent auf dem Vermögensvertrag. Erst auf Druck der Medien lenkte die Bank Coop ein.

Nachfolgeregelung erfolgt später

Basler Kantonalbank und Bank Coop bedauern in der Mitteilung vom Mittwoch den Abgang Waespis. Wer sein Nachfolger werden wird, ist noch offen. Die Stellvertretung in der Konzernleitung werde zu einem späteren Zeitpunkt geregelt, heisst es weiter.

«Andreas Waespi erfüllt die Voraussetzungen für das Amt des Direktionspräsidenten in idealer Weise», schreibt die Aargauische Kantonalbank in ihrer Mitteilung.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nacktfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

So «pimpen» Sie Ihr Profil

Banken suchen zunehmend in den sozialen Netzwerken nach geeigneten Mitarbeitern. Hier sind die Dos and Don'ts, die es dabei zu beachten gilt.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News