Brasilien ist bei der UBS unten durch

Die Niederlage der Seleçao gegen die deutsche Elf war so brutal, dass der positive WM-Effekt für Brasiliens Wirtschaft verpufft. Das zumindest glaubt man bei der UBS.

Manche Finanzanalysten glauben offenbar an die Kraft des Fussballs. Die historische Niederlage der brasilianischen Nationalmannschaft im WM-Halbfinal gegen Deutschland wird sich negativ auswirken, wie Geoffrey Dennis, Brasilien-Analyst bei der UBS, befürchtet.

Kurz nachdem die 1:7-Kanterniederlage und das Ausscheiden der Brasilianer an ihrer eigenen WM feststanden, sagte Dennis der Nachrichtenagentur «Bloomberg»: «Die Niederlage ist so erniedrigend, dass man sich fragen muss, ob sie nicht einen negativen Einfluss auf die Psyche der Brasilianer haben wird.»

Schlechte Fussball-Mannschaft – schlecht für die Wirtschaft

Dennis scheint an ein kollektives Resignieren der Brasilianer zu glauben, wenn er an die Auswirkungen auf Wirtschaft und Börse denkt. «Die Menschen erhalten nun die Bestätigung: Unsere Wirtschaft läuft nicht, kein Wachstum ist in Sicht, und jetzt haben wir auch keine anständige Fussball-Elf mehr».

Im Vorfeld der Weltmeisterschaft in Brasilien hatte sich die UBS bereits mit der gegenteiligen Prognose hervorgetan: Gewinnen die Brasilianer nicht, werde dies die Chancen einer Wiederwahl von Präsidentin Dilma Roussef dämpfen. Das wäre wiederum positiv für Wirtschaft und Börse, weil sich Investoren Hoffnungen auf marktfreundlichere Präsidentschaftskandidaten machten, schrieb die UBS damals.

Regel lautet: Grossanlass verheisst Prosperität

Die UBS-Analysten hatten bei ihrer ersten Prognose wohl nicht mit einer 1:7-Niederlage gerechnet, welche das Land in eine Depression stürzen würde.

Es gehört sich jedenfalls für jede respektable Research-Abteilung einer Bank, dass sie Prognosen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen eines sportlichen Grossanlasses in einem Land macht. In der Regel sind die Prognosen positiv: Bauwirtschaft boomt, Konsumentenstimmung wird angeregt und der Tourismus profitiert.

Regel ist: Es bleiben Schulden und Bauruinen

Dass sich die Effekte tatsächlich und nachhaltig einstellen, ist allerdings umstritten. Einzig die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona haben der Stadt zu einem echten Wiederaufschwung verholfen.

Auch bei der WM in Südafrika 2010 waren beispielsweise durchwegs positive Auswirkungen erwartet worden. Die Realtität sah dann etwas anders aus: Profitiert haben nur die FIFA und die Baukonsortien; dem Land selber blieb ein riesiger Schuldenberg.

Wer der grösste Gewinner der WM in Brasilien sein wird, steht ebenfalls schon fest: Die FIFA und die Baukonsortien.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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