Die Schlinge um Rudolf Elmer zieht sich zu

Er alimentierte WikiLeaks mit Information über angebliche Steuerhinterzieher. Nun hat die Zürcher Staatsanwaltschaft Zürich gegen den ehemaligen Julius-Bär-Banker Anklage erhoben.

Seit dem 18. Januar 2011 führte die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich eine Strafuntersuchung gegen den früheren Julius-Bär-Banker Rudolf Elmer (Bild) durch. Dabei ging es um die mutmassliche Veröffentlichung von Bankkundendaten über WikiLeaks.

Diese Untersuchung ist nun abgeschlossen und führt zu einer Anklage wegen Urkundenfälschung und mehrfacher Verletzung des Bankgeheimnisses, wie die Staatsanwaltschaft Zürich am Mittwoch mitteilte.

Daten von den Cayman Islands

Gegenstand der Anklage bilden zum einen Publikationen von Bankkundendaten über WikiLeaks im Jahr 2008, die Elmer während seiner langjährigen Arbeit für die Bank Julius Bär auf den Cayman-Inseln gesammelt hatte.

Zum andern will die Staatsanwaltschaft Elmer auch wegen der Übergabe von Bankkundendaten im Umfeld einer Pressekonferenz mit Julian Assange am 17. Januar 2011 in London strafrechtlich belangen.

Widersprüchliche Situation

Elmer hatte damals dem Wikileaks-Gründer an einer viel beachteten Medienkonferenz zwei CDs übergeben. Der ehemalige Julius-Bär-Mitarbeiter behauptete, auf den Datenträgern seien Informationen von mutmasslichen Steuerbetrügern gespeichert.

Später wiederrief er diese Aussage und behauptete, die CDs seien leer gewesen, entsprechend habe er sich auch nicht strafbar bemacht.

Im weiteren wirft die Staatsanwaltschaft Elmer vor, in den Jahren 2009 und 2010 versucht zu haben, über den deutschen Finanzminister Bankkundendaten an den deutschen Staat abzusetzen.

Der Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

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