Pierin Vincenz findet Lohnobergrenzen gar nicht so schlecht

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz ist überzeugt, dass Höchstgrenzen bei den Banklöhnen kein Problem für die Rekrutierung guter Mitarbeiter seien. Im Gegenteil.

«Die Löhne in der Finanzbranche werden sich anderen Industriebereichen annähern», sagte Pierin Vincenz, CEO der Raiffeisen-Gruppe, am Montag in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» (gesamter Artikel kostenpflichtig).

Zwar seien auch in der Chemie- und Pharmabranche die Löhne sehr hoch, doch liessen sich dort auch hohe Margen durchsetzen, während die Bankenindustrie mit sinkenden Margen zu kämpfen habe, erklärte Vincenz.

Spezialisten im Vorteil

«Weil die Margen in der Finanzbranche leiden, gehe ich davon aus, dass das bei den Löhnen Konsequenzen haben wird», so der Raiffeisen-Chef. Die Bankbranche werde aber weiter «attraktive Löhne zahlen können, weil wir nach wie vor eine hohe Wertschöpfung haben». Zudem werde es immer Spezialisten geben, die sehr gut verdienen, ergänzte er.

Für die Raiffeisen-Gruppe sei die Höhe der Löhne weniger ein Thema als bei den Grossbanken. Diese (Grossbanken) würden sich in einem internationalen Umfeld bewegen, und da «ist es schwieriger, etwas zu verändern», stellte Vincenz weiter fest.

Lohnobergrenzen sind ein Wettbewerbsvorteil

Er ist überzeugt, dass die Festlegung von Höchstgrenzen bei den Löhnen, wie dies beispielsweise das Aargauer Parlament für den CEO der Kantonalbank beschlossen hat, kein Problem für die Rekrutierung guter Mitarbeiter sei.

«Es kann sogar ein Wettbewerbsvorteil sein, wenn eine Bank ihr Lohnsystem dazu benutzt, um zu zeigen, wie massvoll sie ist. Das ist positiv für das Image», erklärte der Raiffeisen-Chef.

Gemäss Beschluss des Aargauer Parlaments darf der CEO der Aargauer Kantonalbank (AKB) noch maximal doppelt so viel verdienen wie ein Regierungsrat.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Ehrgeizige Banker haben die Qual der Wahl bei der Weiterbildung.

Selection

Selection

Die USA, das neue Steuerparadies

Milliarden von Offshore-Geldern fliessen in die USA - die Vereinigten Staaten sind die neue Schweiz.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News