UBS/USA: Kollektives Gelächter in der Leitung

Bei der historischen Einigung zwischen der Schweiz und den USA ging es in den entscheidenden Momenten recht zu und her, wie ein Protokoll zeigt.

Der «Tages-Anzeiger» hat heute Donnerstag die Konversationen zwischen dem US-Richter Alan Gold und den entsprechenden Rechtsvertretern protokolliert. Die Nüchternheit der Telefonkonferenz steht in krassem Gegensatz zu den Folgen, welche diese Einigung für die Schweizer Bankbranche und den Finanzplatz wohl haben dürfte.

Richter : «Yes or No?» USA: «Yes»

9 Uhr Ortszeit in Miami, 15 Uhr mitteleuropäische Zeit.

Alle direkten und indirekten Kontrahenten sind eingewählt und warten. In der Einladung zur Telefonkonferenz schrieb der Richter : «Seid bitte pünktlich.» Es läuft klassische Musik. Dann unterbricht der Operator und übergibt dem Bundesbezirksrichter Alan Gold das Konferenzgespräch.

Der Richter : «Guten Tag allerseits. Wen darf ich begrüssen?»

Nacheinander melden sich alle registrierten Teilnehmer mit «Eurer Ehren, ich bin . . .» an. Zuerst der wichtigste, Stuart Gibson vom US-Justizministerium, der die USA vertritt, und eine Anwaltskanzlei aus New York, dann zwei UBS-Anwälte (als Vertreter der Beklagten), dann zwei Vertreter der Schweizer Regierung, einer des Justiz- und einer des Finanzdepartements, und so weiter. Rund zehn Personen.

Der Richter : «Sind das alle?» Die Spannung steigt. Einer meldet sich noch. Der Richter : «So, Stuart, heisst es nun Yes or No?»

Kollektives Gelächter in der Leitung.

Gibson: «It’s Yes.»

Erneut Gelächter.

Der Richter : «Ich gratuliere Ihnen. Wie geht es jetzt weiter?»

Gibson: «Wir brauchen noch ein paar Tage Zeit, bis wir die Einigung unterschrieben haben. Dann können wir Ihnen auch formell den Rückzug der Klage bestätigen. Die für Montag geplante Verhandlung kann gestrichen werden.» Der Richter : «Das geht in Ordnung. Sonst noch etwas?» Der amerikanische UBS-Anwalt Eugene Stearns: «Eurer Ehren, ich will Ihnen im Namen der UBS danken, dass Sie den Parteien Zeit gaben, um eine Einigung zu finden.» Der Richter : «Gern geschehen. Sonst noch etwas?»

Der zweite schweizerische UBS-Anwalt im Tonfall eines Schuljungen:

«Eurer Ehren, ist es richtig, wenn ich davon ausgehe, dass das Gericht die Anhörung vom Montagsprogramm streichen wird?»

Der Richter : «So schnell ich kann . . .»

Erneut herzhaftes Gelächter.

«Dann danke ich den Teilnehmern und verabschiede mich. Auf Wiedersehen.» Alle anderen im Chor: «Auf Wiedersehen.»

Um 15:05 ist die Konferenz beendet.

 

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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