BSI will Stellen abbauen

Die Tessiner Privatbank ist in neuen Händen und hat ein Wachstums- wie auch ein Kostenproblem. Letzteres will sie auch mit einem Stellenabbau lösen.

Gemäss dem am Dienstag veröffentlichten Halbjahresergebnis hat die BSI Gruppe in den letzten sechs Monaten kaum Kunden gewonnen. Und der Geschäftsaufwand ist zu hoch – nach wie vor, wie es in der Email-Mitteilung der Privatbank heisst, die im Juli an die brasilianische BTG Pactual verkauft worden ist.

Zwar sei bereits Anfang des Jahres ein Kostensenkungsprogramm lanciert worden, ist weiter zu erfahren. Doch der Geschäftsaufwand blieb im ersten Halbjahr 2014 mit 329,4 Millionen Franken nur 2,5 Prozent unter jenem der Vorjahresvergleichsperiode. Die Massnahmen, die sich bislang auf die Senkung der operativen Kosten konzentriert haben, werden diesen Herbst nun auf das Personal ausgeweitet, wie es weiter heisst.

Bereits mit Sozialpartnern im Gespräch

Der Personalaufwand werde auf verschiedene Weise gesenkt. Es werde auch eine Reduzierung des Mitarbeiterbestands in Betracht gezogen, so die BSI. Die Tatsache, dass die Bank diesbezüglich bereits mit Sozialpartern in Kontakt steht, zeigt, dass der Stellenabbau wohl ausgemachte Sache ist.

Um ihre Rentabilität zu steigern, will die BSI in den kommenden drei Jahren ihre Kosten senken und in Wachstumssegmente investieren, wie sie bereits beim Abschluss des vergangenen Geschäftsjahres angekündigt hatte.

Fokus auf Asien-Geschäft

Per Ende 2013 beschäftigte die BSI Gruppe 2'042 Angestellte, davon 1'385 in der Schweiz. Der Anteil des ausländischen Personals ist in Asien mit 316 Angestellten am grössten. Dort sehen die BSI wie auch ihre neue Besitzerin BTG Pactual das grösste Wachstumspotenzial. Wie Asien-Chef Hanspeter Brunner kürzlich angekündigt hatte, wird die Bank bei Gelegenheit auch in Asien weiteres Personal rekrutieren.

Allerdings muss die Bank auch Neugeld anziehen. Das ist ihr im ersten Halbjahr kaum gelungen. Die verwalteten Vermögen stiegen zwar leicht an auf 91,4 Milliarden Franken. Der effektive Neugeldzufluss belief sich aber nur auf 500'000 Millionen Franken, was laut BSI weniger als erwartet war.

Unsicherheit für Kunden nun vorbei

Das magere Ergebnis sei eine Folge der Unsicherheit, die mit dem Verkauf an die Bank BTG Pactual verbunden gewesen sei, wie es weiter heisst. Ausserdem musste die BSI Gruppe im Zusammenhang mit der steuerlichen Regularisierung von Kundengeldern wohl Abflüsse hinnehmen.

Ihren Halbjahresgewinn konnte die BSI Gruppe um 72,9 Prozent auf 62,6 Millionen Franken. Effektiv belief sich der Anstieg aber auf 5,3 Prozent, da im Vorjahr ein Goodwill-Abschreiber auf der Banca del Gottardo das Ergebnis stark gedrückt hatte.

Für das ganze Jahr 2013 hatte die BSI einen Nettoverlust von 722 Millionen Franken verbucht – als Folge des gesamten Goodwill-Abschreibers auf der Bance del Gottardo.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

So werden Sie ein guter Chef

Ausgezeichnete Fachkenntnisse reichen nicht. Diese sieben Punkte sind genauso wichtig.

Selection

Selection

So empfängt die UBS künftig ihre besten Kunden

Die grösste Schweizer Bank gestaltet weltweit ihre Empfangsbereiche und Sitzungszimmer für die reiche Klientel neu.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

weitere News