UBS und Credit Suisse müssen ihr Testament überarbeiten

US-Aufsichtsbehörden kritisierten die Grossbanken für ihre unrealistischen Notfallpläne. Eine reibungslose Abwicklung im Falle einer Pleite sei nicht möglich.

Die UBS und die Credit Suisse sind die nicht einzigen Banken, die von der US-Notenbank und der Einlagensicherungsbehörde FDIC für ihre Notfallpläne gerüffelt wurden. Alle der elf geprüften Bankinstitute sind bei der Prüfung ihrer «living wills» durchgefallen.

Diese Testamente müssen Banken seit der Finanzkrise aufsetzen und den Aufsichtsbehörden zur Prüfung zur Verfügung stellen. Wie aus einem Statement der FDIC hervorgeht, hat keine einzige der elf Banken eine glaubwürdigen und eindeutigen Weg aufgezeigt, wie eine Abwicklung der Bank ohne unrealistische Annahmen sowie direkte und indirekte Staatshilfe vonstatten gehen könnte.

Firmenstruktur anpassen

Die Notfallpläne müssen nun bis Mitte 2015 überarbeitet werden. Die Aufsichtsbehörden teilten den betroffenen Banken einzeln mit, welche Mängel sie angehen müssen.

Ein weiterer Punkt der Mängelliste ist das Fehlen von Änderungen in der Firmenstruktur, welche eine Abwicklung bei einer wirtschaftlichen Schieflage vereinfachen würde.

UBS und Credit Suisse arbeiten dran

Die Behörden wollen den Banken vorschreiben, «weniger komplexe» rechtliche Strukturen zu schaffen. Immerhin da sind UBS und Credit Suisse auf dem richtigen Weg. Die «Too big to fail»-Bestimmungen in der Schweiz fordern von den Grossbanken eine rechtliche Struktur, welche im Notfall die Abspaltung von systemrelevanten Einheiten erlaubt.

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