UBS und Credit Suisse müssen ihr Testament überarbeiten

US-Aufsichtsbehörden kritisierten die Grossbanken für ihre unrealistischen Notfallpläne. Eine reibungslose Abwicklung im Falle einer Pleite sei nicht möglich.

Die UBS und die Credit Suisse sind die nicht einzigen Banken, die von der US-Notenbank und der Einlagensicherungsbehörde FDIC für ihre Notfallpläne gerüffelt wurden. Alle der elf geprüften Bankinstitute sind bei der Prüfung ihrer «living wills» durchgefallen.

Diese Testamente müssen Banken seit der Finanzkrise aufsetzen und den Aufsichtsbehörden zur Prüfung zur Verfügung stellen. Wie aus einem Statement der FDIC hervorgeht, hat keine einzige der elf Banken eine glaubwürdigen und eindeutigen Weg aufgezeigt, wie eine Abwicklung der Bank ohne unrealistische Annahmen sowie direkte und indirekte Staatshilfe vonstatten gehen könnte.

Firmenstruktur anpassen

Die Notfallpläne müssen nun bis Mitte 2015 überarbeitet werden. Die Aufsichtsbehörden teilten den betroffenen Banken einzeln mit, welche Mängel sie angehen müssen.

Ein weiterer Punkt der Mängelliste ist das Fehlen von Änderungen in der Firmenstruktur, welche eine Abwicklung bei einer wirtschaftlichen Schieflage vereinfachen würde.

UBS und Credit Suisse arbeiten dran

Die Behörden wollen den Banken vorschreiben, «weniger komplexe» rechtliche Strukturen zu schaffen. Immerhin da sind UBS und Credit Suisse auf dem richtigen Weg. Die «Too big to fail»-Bestimmungen in der Schweiz fordern von den Grossbanken eine rechtliche Struktur, welche im Notfall die Abspaltung von systemrelevanten Einheiten erlaubt.

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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