Credit Suisse will Griederhaus verkaufen

Der Schweizer Grossbank Credit Suisse ist alles recht, um an Geld zu gelangen. Darum verkauft sie nun auch das geschichtsträchtige Griederhaus, wo früher die Bank Leu und später Clariden Leu untergebracht waren.

Die Credit Suisse (CS) muss ein weiteres Prestigeobjekt verkaufen, wie die «Sonntagszeitung» (Artikel kostenpflichtig) in ihrer neusten Ausgabe berichtet. Diesmal treffe es das Griederhaus, auch Peterhof genannt.

Das historische Gebäude liegt an der Zürcher Bahnhofstrasse, unmittelbar beim Paradeplatz und direkt gegenüber dem Hauptsitz der Bank. Den Prestigeauftrag habe das amerikanische Maklerbüro Jones Lang LaSalle (JLL) erhalten, welches das Dossier mit Vertraulichkeitserklärung nun herumreiche, heisst es in dem Artikel.

Knappe Kapitaldecke

Ein Sprecher der CS bestätigte gegenüber der Zeitung, dass das Griederhaus, benannt nach dem gleichnamigen Kleidergeschäft im Gebäude, auf dem Markt sei. Hintergrund für den Immobilienverkauf ist offenbar die knappe Kapitaldecke der CS, nachdem das Institut im Steuerstreit eine Busse von 2,8 Milliarden Dollar bezahlen musste.

Wie hoch der Verkaufspreis für das Griederhaus sein wird, ist offiziell noch nicht bekannt, erste Offerten können laut JLL bis Mitte September eingereicht werden. In Branchenkreisen rechnet man mit einem Preis in der Höhe von mehreren Hundert Millionen Franken.

Mehr als 100 Jahre alt

Diese Schätzung trifft sicherlich zu, nachdem die CS den ehemaligen Sitz der Schweizerischen Volksbank (SVB) an der Bahnhofstrasse bereits für 350 Millionen Franken an den französischen Versicherungskonzern Axa verkauft hatte.

Das Griederhaus heisst eigentlich Peterhof und wurde in den Jahren 1912 und 1913 erbaut. Bauherrin war die Genossenschaft Peterhof, eine Tochtergesellschaft der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA), aus der später die Credit Suisse wurde.

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