Hat Coutts International zu viel Schwarzgeld?

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz will das zum Verkauf stehende internationale Geschäft der britischen Privatbank Coutts nicht übernehmen. Das ist interessant.

Pierin Vincenz dürstet es nach weiteren Übernahmen, wie er am Wochenende gegenüber der Börsenzeitung «Finanz und Wirtschaft» (Artikel kostenpflichtig) offenbarte. Dem Vernehmen nach würde er gerne ein Institut respektive verwaltete Vermögen von 20 bis 30 Milliarden Franken übernehmen.

Vor diesem Hintergrund würde sich eine (Teil-)Akquisition, der derzeit zum Verkauf stehenden britischen Privatbank Coutts International anbieten. Doch davon will Vincenz nichts wissen. Er sagte: «Die Grösse würde stimmen, das ist richtig. Offenbar ist dieses Dossier allerdings aus einer ganzen Reihe von Gründen sehr komplex. Das ist wohl nichts für uns.»

Freundlich ausgedrückt

Das ist recht freundlich ausgedrückt, heisst aber wohl nichts anderes, als dass ein Teil der Coutts-Vermögen wohl kaum unter dem Rader der Schweizer Weissgeldstrategie durchkämen. Das wiederum deutet darauf hin, dass es Coutts relativ schwer fallen könnte, einen Käufer zu finden.

Die Coutts-Muttergesellschaft Royal Bank of Scotland (RBS) hat denn auch in den vergangenen Wochen recht explizit darauf verwiesen, sich in irgendeiner Weise vom internationalen Coutts-Teil trennen zu wollen.

Bank gelähmt

In der Regel erfolgen solche Vorstösse aber eher diskret, weil man sich so bessere Verkaufschancen verspricht. Ausserdem ist es für die zum Verkauf stehende Einheit immer lähmend, Gegenstand von Übernahmespekulationen zu sein, wie jüngst auch die Verantwortlichen der Tessiner BSI bestätigten.

Die BSI stand jahrelang zum Verkauf, was die Entwicklung des Geschäfts total lähmte. Dieses Schicksal dürfte auch Coutts ereilen, falls sich nicht in absehbarer Zeit eine Lösung ergibt.

 

Dass RBS mittlerweile so explizit einen Verkauf anstrebt, lässt nicht unbedingt auf gute Voraussetzungen für eine entsprechende Transaktion schliessen.

 

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

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