Erster eidgenössisch geprüfter Bankrat

Ein UBS-Banker wird neuer Bankrat bei der Zürcher Kantonalbank. Vorher musste er aber noch bei der Finma zur Prüfung antraben.

Als UBS-Banker sollte man meinen, dass René Huber (Bild) sein Metier beherrscht. Dennoch musste er sich als erster Bankrat überhaupt einer Vorprüfung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma stellen – mit Erfolg, wie sich nun zeigt. Am Montag wählte in das Zürcher Kantonsparlament zum neuen Bankrat der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Der Test ist neu. Im Jahr 2011 hatte die Finma erstmals die Einführung einer Vorprüfung der ZKB-Bankräte verlangt. Ausschlaggebend war die umstrittene Wahl eines SVP-Kandidaten. Schon zuvor musste sich der politisch gewählte Bankrat immer wieder vorwerfen lassen, seinen Mitglieder fehle das Know-how zur Führung der drittgrössten Schweizer Bank.

Too-Big-To-Fail

Nachdem die ZKB von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) als «Too-Big-To-Fail» erklärt worden ist, sind die Ansprüche an den Bankrat noch gestiegen.

Der 1956 in Kloten geborene, zweifache Familienvater Huber ist Banker und Politiker zugleich. Nicht nur amtet er seit 2006 als Klotemer Stadtpräsident; Huber leitet auch die örtliche Filiale der UBS. Anfang November scheidet er jedoch bei der Grossbank aus.

Der Bankrat der Zürcher Kantonalbank besteht aus 13 Mitgliedern, die vom Zürcher Kantonsrat für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt werden. Dem Rat kommt die Oberleitung der Bank zu. Er entscheidet etwa über Strategie, Organisation und Budget der Bank. Und, für eine Staatsbank besonders wichtig – über die Höhe der Gewinnausschüttung an Kanton und Gemeinden.

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