Ex-UBS-Manager versprach High Heels für Sex

Der Kundenberater stellte eine Praktikantin ein, um mit ihr Sex zu haben. Diese klagte nun wegen Belästigung. Die UBS nahm ihren Mann zunächst in Schutz.

«Ich schlafe mit meinen Praktikantinnen. Das ist der einzige Grund, warum ich sie einstelle.» Dies soll ein Kundenberater im UBS Wealth Management zu seiner Angestellten gesagt haben– und andere Dinge, welche diese zu einer Klage wegen sexueller Belästigung bewegten. Wie es dazu kam, beschreibt die US-Plattform «Dealbreaker» .

Demnach soll der Kundenberater regelmässig Gast in einer Bar in Huntington, im US-Bundesstaat New York, gewesen sein, wo es ihm die Bardame besonders angetan hatte. Er riet ihr, sich bei der UBS zu bewerben. Sie könne jeden dazu überreden, alles zu tun, was sie wolle und darum solle sie in den Vertrieb der UBS einsteigen.

«Spezial-Einsätze» für Louboutins

Später beschrieb er der Frau ihre Pflichten: Sie solle Treffen mit Kunden organisieren und Marktdaten und -nachrichten an Kunden verschicken. «Hervorragende» Arbeit werde mit Mode-Artikeln entlöhnt. In einer SMS soll er zudem geschrieben haben: «Dienstage und Freitage sind unsere wichtigsten Tage. Nur so bekommst du die LBs». LB soll laut der Klägerin dabei die Abkürzung für Christian Louboutin sein, ein angesagter Hersteller von High Heels.

Die Bardame nahm den Job an. Der Kundenberater verlangte bald darauf Sex, damit sie sich ihren Extra-Bonus, die Louboutins, verdienen könne. Die Angestellte lehnte ab. Sie lehnte auch ab, als er sie wenige Wochen später aufforderte, ihn zu besuchen. «Entweder du kommst oder dein Praktikum ist vorüber,» soll er in einer SMS geschrieben haben.

UBS behielt zunächst ihren Kundenberater

Das Praktikum war dann tatsächlich vorüber und die ehemalige Bardame reichte Klage wegen sexueller Belästigung ein. Die UBS trennte sich zunächst aber nicht von ihrem Kundenberater. Sie hielt laut «Dealbreaker» fest: Eine Untersuchung habe ergeben, dass der Kundenberater die sexuellen Anspielungen zwar gemacht habe. Aber die Klägerin habe diese begrüsst.

Inzwischen hat sich die UBS dem Vernehmen nach aber doch von ihrem Kundenberater getrennt. Er habe gegen den «Code of Conduct» verstossen, hiess es. Ob andere Vergehen als die sexuelle Belästigung das Fass zum Überlaufen gebracht haben, ist nicht klar. Der Kundenberater ist inzwischen bei Oppenheimer tätig.

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