UBS: Noch mehr Ärger in Frankreich

Nächsten Montag wird klar, ob die UBS 1,3 Milliarden Kaution in Frankreich hinterlegen muss. Und jetzt soll sich auch noch die französische Steuerbehörde für die Schweizer Grossbank interessieren.

Frankreich wird für die UBS zu einem noch heisseren Pflaster. Nachdem bereits die ermittelnden Richter in Paris der Schweizer Grossbank vorwerfen, französischen Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben, könnte die Causa UBS nun weitere Kreise ziehen.

So sollen offenbar auch die französischen Steuerbehörden Interesse am Fall bekunden. Das berichtet der Finanz-Nachrichtendienst «Bloomberg» und beruft sich dabei auf anonyme Quelle. Laut diesen Insidern könnte die Steuerbehörde zu einem späteren Zeitpunkt mit eigenen Forderungen bei der UBS vorstellig werden.

«Kaution macht wenig Sinn»

Noch vorher wird die Hinterlegung einer umstrittenen Kaution für die UBS zum Thema. Am 22. September entscheidet ein französisches Gericht, ob die Schweizer Grossbank in Frankreich 1,3 Milliarden Franken hinterlegen müssen. Mit der Kaution soll eine mögliche Strafzahlung wegen mutmasslicher Geldwäsche abgesichert werden, fordern die Franzosen.

UBS-Chef Sergio Ermotti stellte indes bereits letzten Juli fest, dass die Kaution seiner Meinung nach wenig Sinn mache. Die Bank habe mit den französischen Behörden über eine Vergleichszahlung in zweistelliger Millionenhöhe verhandelt.

2 Milliarden Euro aus Banken-Bussen

Die UBS in Frankreich zahlte bereits 10 Millionen Euro Busse wegen mangelnder interner Kontrolle über die Versteuerung von Kundengeldern.

Doch die französische Regierung unter Präsident François Hollande ist damit noch längst nicht zufrieden. Sie rechnet fix mit 2 Milliarden Euro Einkünften aus Banken-Bussen. Das alles deutet auf eine gesalzen Rechnung für die UBS hin.

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Gottex

Der Hedgefonds-Anbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Offenbar verzögern sich die Verhandlungen um eine zweite Finanzierungsrunde.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

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Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

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Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

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