Julius Bär im Visier der französischen Justiz

Die französischen Justizbehörden ermitteln gegen die Schweizer Bank Julius Bär. Sie wird der Geldwäscherei verdächtigt. 

Das Verfahren im Rahmen eines Skandals um einen Grossbetrug im Emissionshandel mit CO2-Rechten ist bereits im Juni eingeleitet worden, wie aus französischen Medienberichten hervorgeht.

Die Bank werde verdächtigt, auf einem in der Schweiz eröffneten Julius-Bär-Konto Gelder aus diesem Betrugsskandal empfangen zu haben, ohne die nötigen Nachprüfungen anzustellen. Dies meldete die französische Nachrichtenagentur «AFP» bereits am Freitag (Artikel kostenpflichtig). Hier ist ein ähnlicher Beitrag.

Skandal im Emissionshandel

Eingeleitet hat die Ermittlungen der Untersuchungsrichter Guillaume Daïeff. Er betreut offenbar das Verfahren «Crépuscule», benannt nach einer Gesellschaft, die im Emissionshandel mit CO2-Rechten tätig war, wie AFP weiter schreibt. Zu dem Skandal laufen in Frankreich mehrere Untersuchungen.

Die Bank Julius Bär sagte gegenüber «AFP», sie kooperiere mit den französischen Behörden.

Offenbar geht es um nicht bezahlte Mehrwertsteuern, was die französischen Steuerbehörden 1,6 Milliarden Euro gekostet haben könnte. Europol wiederum ging von einer europaweiten Schadenssumme von fünf Milliarden Euro aus.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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