Lukas Gähwiler: «Diese Massnahme macht durchaus Sinn»

Der Bereich von UBS-Schweiz-Chef Lukas Gähwiler erzielt 40 Prozent des Konzerngewinns. Der Neugeldzufluss sei rekordhoch, sagt der Banker und findet es richtig, dass nun mehr Mitarbeiter einen Auszug aus dem Straf- und Betreibungsregister vorlegen müssen.

Allzu oft steht das Schweizer Geschäft der UBS im Schatten der übrigen Sparten, also dem internationalen Private Banking und dem Investmentbanking. Dabei trägt die UBS Schweiz mit ihren Geschäftsbereichen rund 40 Prozent zum Konzerngewinn bei, wie Lukas Gähwiler (Bild) in einem Interview in der neusten Ausgabe der Fachzeitschrift «Schweizer Bank» betont.

Im Jahr 2013 habe der Vorsteuergewinn der UBS Schweiz 2,7 Milliarden Franken betragen und allein im ersten Halbjahr 2014 seien es bereits 1,4 Milliarden Franken gewesen, erklärt der UBS-Top-Manager weiter.

Neuer Rekord seit der Fusion

«Der erste Satz in unserer Strategiedefinition unterstreicht denn auch die Wichtigkeit von UBS Schweiz: Wir sind der global führende Wealth Manager und die führende Universalbank in der Schweiz», sagt Gähwiler nicht ohne Stolz.

Weiter unterstreicht er: «Wir verzeichneten beim Neugeldzufluss von in der Schweiz wohnhaften Kunden 2012, 2013 und auch im ersten Halbjahr 2014 jeweils einen neuen Rekord, und dies seit der Fusion von Bankverein und Bankgesellschaft.»

Die Bank völlig neu ausgerichtet

Tatsächlich hat die UBS seit ihrem Tiefpunkt im Jahr 2009 einen langen Weg zurückgelegt, wie aus dem Interview weiter hervorgeht. Gähwiler sagt weiter: «Wir haben unsere Bank völlig neu ausgerichtet und seit 2010 fast 900 Millionen Franken in der Schweiz investiert, unter anderem in unser Geschäftsstellennetz, in neue Technologien, die Entwicklung neuer Produkte sowie in Dienstleistungen und in die Schulung unserer Mitarbeiter.»

Daraus folgert der Schweiz-Chef: «Heute sind wir Innovationsführer im Bereich E- und Mobile Banking, und wir sind klar die führende Universalbank in der Schweiz. Wir haben es auch geschafft, unter den Mitarbeitenden der UBS Schweiz eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen.»

Mehr Kontrolle

Gähwiler verteidigt auch die Massnahme, wonach eine zusätzliche Anzahl an Beschäftigten nun einen Auszug aus dem Straf- und Betreibungsregister der UBS als Arbeitgeberin vorlegen muss.

«Die Massnahme macht Sinn, weil sich im Banking alles um Menschen und IT dreht. Es gehört zu einem guten Due-Dilligence-Prozess, bei einer Einstellung auch das Straf- und Betreibungsregister eines Kandidaten zu konsultieren. Was wir jetzt eingeführt haben, vor allem im Topmanagement und bei den Spezia¬listen, ist die periodische Nachprüfung», sagt Gähwiler, betont aber gleichzeitig, dass dies nur ein sehr kleiner Mosaikstein sei.

Prinzipien vorleben

Primär sei es eine Führungsaufgabe, die in der UBS definierten Prinzipien und Verhaltensweisen zu fördern und vorzuleben und damit auch deren Einhaltung sicherzustellen, so Gähwiler.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nackfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Ehrgeizige Banker haben die Qual der Wahl bei der Weiterbildung.

Selection

Selection

Die USA, das neue Steuerparadies

Milliarden von Offshore-Geldern fliessen in die USA - die Vereinigten Staaten sind die neue Schweiz.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News