UBS: Micheline Calmy-Rey will Geld sehen

Nach dem UBS-Vergleich äussert sich die Bundesrätin harsch über die UBS. Es sei klar, dass die Bank von sich aus die entstandenen Kosten erstatten muss.

In einem grösseren Interview mit dem «Blick» äusserte sich Aussenministerin Micheline Calmy-Rey über den Vergleich zwischen UBS und USA. Auch die Sozialdemokratin vertritt dabei die Meinung, dass das Bankgeheimnis mit dem Deal nicht aufgeweicht worden sei: «Das Abkommen mit den USA beruht auf der aktuellen Rechtsordnung der Schweiz. Diese haben wir erfolgreich verteidigt», sagte Calmy-Rey.

Zufrieden sei sie, weil dem Finanzplatz damit drei Vorteile entstünden: «Ein Rechtskonflikt zwischen der Schweiz und den USA konnte vermieden werden. Die Rahmenbedingungen für den Finanzplatz Schweiz wurden stabilisiert und Verunsicherungen beseitigt. Drittens konnten wir ein Problem lösen, das für die UBS existenzgefährdend war.»

«Das geht nicht!»

Andererseits machte die Aussenministerin klar, dass sie «sauer» ist auf die UBS: «Ihr Verhalten war für den Ruf der Schweiz und unseres Finanzplatzes äusserst schädlich. Der Bundesrat will nicht, dass unter dem Deckmantel des Bankgeheimnisses schmutziges Geld versteckt wird. Das geht nicht!» So etwas dürfe nie mehr passieren – und dies fordere sie auch von den anderen Akteuren auf dem Finanzplatz sowie von anderen Finanzplätzen: «Wir werden sehr gut aufpassen, wie diese sich verhalten.»

Sie erwarte jetzt von der UBS, «dass sie zum Portemonnaie greift und die Kosten übernimmt, die dem Bund für die Lösung des Problems entstanden sind und noch entstehen. Es ist für mich selbstverständlich, dass die UBS von sich aus zahlt.»

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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