Panne: Zahlen von J.P. Morgan kamen zu früh

Die Börsenbetreiberin Nasdaq veröffentlichte die Quartalsresultate der US-Bank J.P. Morgan Stunden zu früh – und rechtfertigte sich mit «menschlichem Versagen».

Vor der Publikation von Banken-Quartalszahlen sind die Nerven der Finanzgemeinde jeweils stark angespannt. Und im Fall der Zahlen zum dritten Quartal 2014 von J.P. Morgan Chase am (gestrigen) Dienstag gar so sehr, dass sie zerrissen.

So kam es wohl, dass die Seite «shareholder.com», die der Börsenbetreiberin Nasdaq OMX gehört, die Ergebnisse von J.P. Morgan mehr als drei Stunden vor dem offiziellen Termin ins Netz stellte. Das berichtet das Branchen-Portal «efinancialnews».

«Menschliches Versagen», entschuldigte sich die Börsenbetreiberin wenig später – und nahm die Informationen schleunigst vom Netz.

Datenlast setzt sogar den Profis zu

Dabei waren die Mitarbeiter bei «shareholder.com» nicht die einzigen, denen die Spannung vor dem «Thriple Threat Tuesday» – neben J.P. Morgan Chase vermeldeten auch die Banken Citigroup und Wells Fargo Quartalszahlen – kaum aushielten. Die geballte Datenlast setzte auch Profis wie dem amerikanischen Star-Analysten Michael «Mike» Mayo zu, wie das Finanzblatt «Wall Street Journal» berichtet.

Er werde den Stress vorher mit einem Squash-Spiel abzufangen versuchen, witzelte Mayo vor dem grossen Tag – und seiner Frau vorsorglich sagen, dass er erst spät nach Hause komme.

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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