Ist Bradley Birkenfeld der einzige Schuldige?

Der Ex-UBS-Banker wurde zu 40 Monaten Haft verurteilt. Kann es sein, dass alle anderen Verantwortlichen ungeschoren davon kommen?

Der frühere UBS-Banker Bradley Birkenfeld wurde am Freitag vom US-Bundesrichter in Fort Lauderdale in Florida zu mehr als drei Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte sich bereits im letzten Jahr für schuldig befunden, verschiedenen Kunden, darunter auch dem Milliardär Igor Olenicoff, geholfen zu haben, Gelder am amerikanischen Fiskus vorbeizuschleusen.

Das harte Strafmass ist zweifelsohne ein Zeichen dafür, dass es die amerikanischen Behörden mit ihrer Jagd auf Steuersündern und deren Helfer sehr ernst meinen. Das Urteil soll eine abschreckende Wirkung haben. Umgekehrt ist Bradley Birkenfeld allerdings auch zugute zu halten, dass erst durch seine Rolle als Whistleblower die ganze Affäre wirklich ins Rollen kam. Vor diesem Hintergrund ist das Urteil sehr hart.

Darüber hinaus fragt sich tatsächlich auch, ob nicht weitere (Ex-)UBS-Leute, wie Peter Kurer, Martin Liechti oder Raoul Weil, gerichtlich belangt werden sollten. Schliesslich waren sie als oberste Führungsleute dafür verantwortlich, dass ein kleines Team von UBS-Bankern illegale Steuerdeals mit US-Offshore-Kunden tätigte.

Gegenüber der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» hat Bradley Birkenfeld in Aussicht gestellt, weiteres, belastendes Material gegen die erwähnten UBS-Banker den Schweizer Strafbehörden zukommen zu lassen. C’est à suivre.

 

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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