Die Credit Suisse sucht 1,5 Millionen Dollar

Kunde weg, Geld weg. Bei der Credit Suisse in den USA sorgt eine Mega-Panne für hochgezogene Augenbrauen.

Die Credit Suisse (CS) überwies im vergangenen Januar dem Hedge Fund Galbraith Capital Investment Management 1,5 Millionen Dollar, in drei Tranchen. Nicht unüblich, doch das Geld wäre gar nicht für die Firma bestimmt gewesen.

Nun ist die ganze Summe weg. Und auch der Chef des Unternehmens, Joseph Galbraith (Bild), hat sich aus dem Staub gemacht, wie die «New York Times» berichtet.

«Ich kümmere mich darum»

Peinlich. Der Hedge Fund habe sich damals bereits in der Abwicklung befunden und keinerlei Geld mehr auf Konten der Credit Suisse gehabt.

Als die Grossbank den Irrtum zwei Wochen später bemerkte, schrieb Galbraith der Credit Suisse per E-Mail: «Keine Panik – ich kümmere mich darum». Seither hat die Bank offenbar nichts mehr von ihm gehört.

Der 42-jährige Galbraith könnte sich möglicherweise in Europa aufhalten – in Monaco. Der «New York Times» sagte Galbraith, die Anschuldigungen gegen ihn seien «lächerlich» und Teil einer Schmierenkampagne.

Warum wartete die CS so lange?

Wie es zu der millionenschweren Fehlüberweisung kommen konnte, ist unklar. Die CS wollte sich gegenüber der «New York Times» nicht zu dem Thema äussern.

Erst im vergangenen August reichte die Bank Klage ein. Bislang vergeblich. Fragwürdig erscheint deshalb, wieso die Bank fast sieben Monate verstreichen liess, bevor sie rechtliche Schritte einleitete.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

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