Warum Privatbanker nun Frauenversteher sein müssen

In der Schweiz sind es die Frauen, die richtig reich sind. Eine neue Studie zeigt, wofür deren Herz schlägt.

Millionärin©Shutterstock

Keine Frage, die Schweiz ist das Mekka der Multimillionäre. Gemessen an der Gesamtbevölkerung gibt es hierzulande 30 mal mehr Superreiche als sonstwo in der Welt.

Oder müsste es besser heissen: Mekka der Multimillionärinnen?

Wie die UBS nämlich im neuen «Wealth X Report» (erhältlich nach Login) berichtet, sind es die schwerreichen Frauen, die in der Schweiz den Ton angeben. Im Bereich der so genannten Ultra High Net Worth Individuals, denen die ungeteilte Aufmerksamkeit der Schweizer Privatbanken gilt, haben sie das grössere Gewicht. So sind supperreiche Frauen im Durchschnitt 156 Millionen Dollar «wert», wie es die Grossbank ausdrückt (Grafik unten). Das sind fast 40 Prozent mehr, als die Männer (in Sachen Vermögen) auf die Waage bringen.
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Milliarden für Reisen und Kunst

Darunter befinden sich wohl zahlreiche Erbinnen – Die Mehrheit der 6'635 Superreichen im Land sind mit einen silbernen Löffel im Mund zu Welt gekommen – aber auch nicht wenige Self-Made-Women. Landesweit liegt der Anteil jener, die sich ihre Millionen selber erarbeiteten, bei 43 Prozent. Und nicht wenige davon sind Ausländerinnen: Gemäss der UBS rangiert die Schweiz weiterhin als drittbeliebteste Destination für schwerreiche «Expats».

Wenn sie selber keine Frauen sind, sollten hiesige Privatbanker zumindest Frauenversteher sein, und dazu noch polyglott. Zudem sollten sie wissen, wofür ihre Klientel gerne Geld ausgibt.

Auch das hat die Grossbank zusammengetragen – allerdings sind die Männer in der Rechnung mit dabei. Dennoch rangieren Autos nicht auf dem ersten Platz, sondern Reisen (mit 45 Milliarden Dollar an Ausgaben weltweit). Und auf dem dritten Platz folgt bereits Kunst, für die Superreiche jährlich 25 Milliarden Dollar ausgeben.

Philantropie als liebstes Hobby

Zudem setzen sich die allermeisten schwerreichen Frauen für Gemeinnützige Zwecke ein. Das ist auch das Gebiet, wo der Bank zufolge die meisten reichen Frauen ihre Berufung sehen – weltweit sind 20 Prozent von ihnen in Non-Profit-Organisationen tätig. Mit wenig Abstand folgen dann aber schon die Bankerinnen (13 Prozent) und jene Frauen, die im Bereich der Mode- und Luxusgüter reich geworden sind.
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Die Zahl der schwerreichen Frauen wächst dabei rasant – gemäss der UBS wuchs sie zwischen dem Juni 2013 und Juni 2014 um knapp 17 Prozent auf 27'465 (Grafik oben). Zusammen halten diese Frauen ein geballtes Vermögen von nicht weniger als 4'000 Milliarden Dollar.

Die UBS war sogar so nonchalant, das Durchschnittsalter der superreichen Klientel zu publizieren. Es ist nicht 35.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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