Zwei Genfer Banken mittendrin im Atomstreit

Zwei Genfer Banken spielen im Herzen der Atom-Verhandlungen mit dem Iran und dem Westen eine wichtige Rolle. Das könnte sich nun aber bald ändern.

Friedliche Nutzung der Kernenergie oder eben doch der Bau einer Atombombe? Seit vielen Jahren streiten der Iran und die USA über das Atomprogramm. Und mittendrin im Streit stecken zwei Schweizer Banken, wie die Westschweizer «Tribune de Genève» mit Verweis auf drei verschiedene anonyme Quellen schreibt.

Denn die Banque Heritage sowie die weniger bekannte Banque de Commerce et de Placements (BCP) spielen in der diplomatische Krise um den Atomstreit als Vermittler eine gewichtige Rolle. Vor einem Jahr sind die beiden in Genf ansässigen Finanzinstitute in die Vermittlerrolle geschlüpft – mit Zustimmung der US- und der Schweizer Behörden.

Gespräche im Gange

Die beiden Banken sind nicht etwa an den Atomstreit-Verhandlungen beteiligt. Vielmehr vermitteln sie über Finanzierungen Waren und Güter für den Iran. Das ist wegen der US-Sanktionen sehr heikel. Aber weil der Iran vom globalen Finanzsystem praktisch ausgeschlossen ist, stockt auch der Import lebenswichtiger Güter.

Banque Heritage und Banque de Commerce et de Placements haben im vergangenen Jahr mehrere Handelsfinanzierungen für Iran-Importe bereit gestellt, beispielsweise für Getreidelieferungen. Involviert sollen gemäss dem Zeitungsbericht auch die Handelshäuser Cargill und Bunge gewesen sein.

Zudem hätten die Banken für die Einfuhr von amerikanischen Dialysegeräten sowie von Krebsmedikamenten von Novartis gesorgt. Diese Informationen hätten die beiden Finanzinstitute aber nicht bestätigt, heisst es in dem Bericht.

Gelder aus heiklen Ölgeschäften

Ihre Sonderrolle könnten die beiden Genfer Banken aber bald verlieren. Denn am Dienstag haben in Wien Gespräche über ein dauerhaftes Abkommen im Atomstreit begonnen.

Ein Knackpunkt ist dabei die Rückführung der Gelder aus Ölimporte. Geschätzte 200 Milliarden Dollar iranisches Vermögen sind noch immer auf Grund der US-Bankensanktionen auf Konten in den Ölimportländern des Iran eingefroren.

Noch immer schrecken Banken davor zurück, die blockierten Gelder trotz grünem Licht tatsächlich freizugeben, weil sie angesichts des ungewissen Ausgangs der Atomgespräche fürchten, damit am Ende doch gegen die US-Sanktionen zu verstossen.

USA strafen hart

Mehrere europäische Banken haben sich in den vergangenen Jahren hohe Strafen eingehandelt, weil sie vermeintlich unzulässige Geschäfte mit dem Iran betrieben haben.

Die beiden Genfer Banken konnten dieses Risiko hingegen eingehen – dank grünem Licht der Behörden. Scheitern die Verhandlungen müssten auch sie ihre Handelsfinanzierungen wieder einstellen.

 

 

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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