Valartis-Gruppe stützt sich breiter ab

Mit der stärkeren Ausrichtung auf das Private Banking hat sich die Ertragsstruktur der Bank verändert. Das belegen die Halbjahreszahlen.

Die Valartis-Gruppe weist für die ersten sechs Monate 2009 bei einem Geschäftsertrag von 100 Millionen Franken einen konsolidierten Reingewinn nach Minderheiten von 45,5 Millionen Franken aus (Vorjahr: 4 Millionen Franken) aus.

Das Eigenkapital der Gruppe betrug per Ende Juni 326,6 Millionen Franken, womit bei einer Bilanzsumme von 1,92 Milliarden Franken ein Eigenfinanzierungsgrad von 17 Prozent resultiert. Gegenüber dem Jahresende 2008 stiegen die verwalteten Kundenvermögen per Mitte Jahr um 345 Millionen Franken auf 4,36 Milliarden Franken an.

Zinsengeschäft mit neuem Stellenwert

Mit dem im vergangenen Dezember erfolgten Erwerb der Valartis Bank (Austria) AG, Wien, welcher Ausdruck der verstärkten Ausrichtung der Gruppe auf das Private Banking ist, hat sich die Ertragsstruktur der Valartis-Gruppe verändert.

Durch die Verlängerung der Bilanz, die per Ende Juni 2009 Aktiven in der Höhe von 1,92 Milliarden Franken ausweist, nimmt insbesondere das Zinsdifferenzgeschäft einen neuen Stellenwert ein. Aus diesem resultierten im 1. Halbjahr 2009 Nettozinseinnahmen (inkl. Dividenden) von 8,4 Millionen Franken (1,8 Millionen Franken).

Intensiviertes Private Banking

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft blieben die Erträge mit 20 Millionen Franken aufgrund der zurückhaltenden Kundenaktivität sowie geringerer Einnahmen aus den verwalteten Anlagefonds und Investmentgesellschaften hinter der Vorjahresperiode (29,8 Millionen Franken) zurück.

Zuversichtlich stimmen die intensivierten Aktivitäten im Private Banking in Genf und Zürich, die neben der Organisation in Wien zu wesentlichen Standbeinen der Gruppe werden sollen. Per Ende Juni 2009 verwaltete der Bereich Private Banking 2,288 Milliarden Franken (Ende 2008: 1,937 Milliarden Franken). Auf konsolidierter Basis betrugen die verwalteten Vermögenswerte CHF 4,36 Milliarden Franken (4,015 Milliarden Franken).

Eine Führungsstufe aufgehoben

Nachdem Reto Peczinka (Investment Banking) und Felix Morf (Asset Management) im 1. Halbjahr 2009 aus der Geschäftsleitung ausgeschieden sind, hat die Gruppe ihre Organisation gestrafft und eine Führungsstufe aufgehoben. Damit kann die Gruppe gemäss eigenen Aussagen künftig organisatorisch gezielter auf sich bietende Marktopportunitäten reagieren.

Der Halbjahresbericht 2009 kann auf diesem Link heruntergeladen werden.

Die Valartis-Gruppe hat derzeit keine offenen Stellen.

 

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