Umtausch der UBS-Aktien mit Schönheitsfehler

Auch nach Ablauf der Nachfrist des Umtauschangebots sind noch immer weit über 100 Millionen UBS-Aktien nicht angedient worden. Die Schwelle für ein börsenrechtliches Squeeze-out ist damit nicht erreicht worden.

Die UBS hat am Donnerstag nach Ablauf der Nachfrist das vorläufige Resultat des Umtauschangebots alter UBS AG-Aktien in neue UBS Group AG-Aktien bekannt gegeben. Wie die Bank mitteilte, sind gemäss vorläufiger Zählung 3'707'805'845 UBS AG-Aktien angedient worden, was 96,44 Prozent des Aktienkapitals und der Stimmrechte entspricht.

Die UBS AG hatte insgesamt 3'844'560'913 Aktien ausstehend. Der Umtausch in Group-Aktien erfolgt im Zusammenhang mit der neuen Holding-Struktur der Bank.

Besser wäre für die UBS gewesen, wenn mindestens 98 Prozet der Aktien angedient worden wären. Dann hätte sie ein börsenrechtliches Squeeze-out-Verfahren durchführen können, bei dem die noch ausstehenden Aktien wertlos verfallen.

Alle zulässigen Möglichkeiten

Weil dies nun nicht der Fall ist – sollte die Nachzählung kein anderes Ergebnis bringen – behalte sich die UBS vor, jegliche unter geltendem Rech zulässige Möglichkeiten zum Erwerb der restlichen Aktien zu nutzen. Dazu zählen Käufe und nachträgliche Umtausche.

Sie warnt in diesem Zusammenhang, dass nach der geplanten Dekotierung der UBS AG-Aktien von der New Yorker Börse und der SIX Swiss Exchange der Markt für diese Aktien weniger liquid sein werde und ihr Wert tiefer sein könne oder mehr schwanken als vorher.

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