LGT: Fürstenbank segelt hart am Wind

Die LGT Group beklagte im 1. Halbjahr Vermögensabflusse in Liechtenstein. Diese liessen sich an anderen Standorten zum Teil kompensieren.

Die im internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft tätige LGT Group mit Sitz in Vaduz erzielte per 30. Juni 2009 einen Gewinn von 94 Millionen Franken. Dies entspricht einem Rückgang von 24 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode.

Mit dem per Anfang 2009 vollzogenen Verkauf des Treuhandgeschäfts und der am 27. Juli 2009 angekündigten Übernahme der Dresdner Bank (Schweiz) AG setzte das Unternehmen im laufenden Jahr seine Strategie der Fokussierung auf das Kerngeschäft und des internationalen Wachstums fort.

Unter dem Strich mehr Geld abgeflossen

In Liechtenstein verzeichnete die LGT Group allerdings Vermögensabflüsse, die aber durch Zuflüsse an den internationalen Standorten teilweise kompensiert werden konnten. Die betreuten Vermögen erhöhten sich seit Jahresende um eine Milliarde Franken auf 79 Milliarden Franken – ohne die Vermögen der unlängst übernommenen Dresdner Bank. Insgesamt musste die LGT Group allerdings einen Nettoabfluss von 1,6 Milliarden Franken verbuchen.

S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein, CEO der LGT Group kommentiert den jüngsten Semesterabschluss wie folgt: «Wir konnten im ersten Halbjahr unsere strategische Positionierung deutlich verbessern und dadurch unsere Vorraussetzungen für weiteres Wachstum und erhöhte Profitabilität entscheidend steigern.»

Darüber hinaus erklärte S.D.: «Durch den Verkauf des Treuhandgeschäfts haben wir uns strategisch fokussiert, und mit der Akquisition der Dresdner Bank Schweiz konnten wir unsere Marktanteile in wichtigen Zukunftsmärkten ausbauen. Auch operativ und qualitativ haben wir durch eine Reihe von Massnahmen gute Fortschritte erzielt.»

Handels- und Zinsdifferenzgeschäft legten zu

Das 1. Halbjahr 2009 war gemäss weiteren Angaben nach wie vor von der Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft geprägt. Trotz der tieferen Vermögensbasis gegenüber der Vorjahresperiode und dem Verkauf des Treuhandgeschäfts, der rückwirkend per 1. Januar 2009 vollzogen wurde, ging der Bruttoerfolg «nur» um 9 Prozent 393 Millionen Franken zurück.

Die Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft reduzierten sich dabei um 32 Prozent, während der Zinserfolg bei unverändert konservativer Risikopolitik um 74 Prozent und der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und sonstigem Ertrag um 21 Prozent zulegte.

Die LGT-Gruppe hat aktuell 4 Stellen ausgeschrieben.

 

 

 

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