Noch eine Wendung im Coutts-Deal

Der Kaufprozess um die RBS-Tochter läuft auf Hochtouren. Jetzt will eine asiatische Bank mit einem europäischen Institut zusammenspannen, um an die Coutts-Milliarden zu gelangen.

Dass neuerdings asiatische Banken wie die in Singapur ansässige DBS Bank den regionalen Private-Banking-Markt aufmischen möchten, ist bereits bekannt. Zu diesem Zweck erwarb das Institut im vergangenen März auch das asiatische Vermögensverwaltungsgeschäft der Société Générale, wie auch finews.ch berichtete. Die Transaktion wurde im vergangenen Oktober abgeschlossen.

Doch nun wollen die DBS-Banker noch mehr und spannen dafür ausgerechnet wieder mit den Franzosen zusammen. Wie aus Finanzkreisen in Singapur zu vernehmen ist, will die DBS Bank zusammen mit der Société Générale die zum Verkauf stehende Royal-Bank-of-Scotland-Tochter Coutts International erwerben.

Aufteilung der Kundengelder

Sollte der Deal zustande kommen, würden die Kundengelder in der Höhe von umgerechnet 32,4 Milliarden Franken regional aufgeteilt werden, wie auch die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet.

Ein Drittel der Kundengelder (knapp 11 Milliarden Franken) sind asiatischer Provenienz. Dieser Teil würde die DBS Bank übernehmen, während der grössere Rest dem französischen Finanzkonzern zufiele. Beide Banken wollten dazu keine offizielle Stellungnahme abgeben. Auf Grund der bereits bestehenden Kontakte zwischen beiden Häusern macht der Plan jedoch durchaus Sinn.

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