«Wow»-Momente im Wealth Management

Digitalisierung in der Vermögensverwaltung ist der letzte Schrei. Capgemini zeigt in einer aktuellen Studie, warum auch schwerreiche Kunden dafür zu begeistern sind.

Bild © Shutterstock

Der Möbelgigant Ikea kennt Selbstbedienung schon seit Jahrzehnten. Laut der Beratungsfirma Capgemini wünschen sich auch sehr vermögende Menschen wie UHNWI oder Family Offices weniger Mensch-zu-Mensch-Interaktionen.

Das Zauberwort im Vermögensverwaltungsgeschäft heisst «Self-Service». Dieser Begriff umfasst alle Produkte und Dienstleistungen, die dem Kunden ohne einen Berater aus Fleisch und Blut offeriert werden. Die Regie führt der Kunde. Er übernimmt alle Aktionen auf eigene Faust, ohne irgendwelche Ratschläge von Vermögensverwaltern.

Der selbstgesteuerte Kunde

Für die Beratungsfirma ist klar: Self-Service-Funktionen sind das K.o.-Kriterium der Zukunft, wie aus dem Papier «Self-Service in Wealth Management» hervorgeht.

Eine Schlüsselrolle spielen dabei digitale Technologien und mobile Anwendungen, Social Media und Video-Funktionen. Self-Service-Applikationen beinhalten der Studie zufolge mehr als nur der Online-Zugriff auf Kontoinformationen oder die Abwicklung von Transaktionen.

Digitalisierung in die Wertschöpfungskette verankern

Solche Self-Service-Interaktionsmöglichkeiten lassen sich laut den Beratern ideal in die Wertschöpfungskette eines Vermögensverwalters einflechten: von der Kundengewinnung bis hin zum eigentlichen Investment-Management.

Derzeit dominieren digitale Kanäle insbesondere in der letzten Phase des Investment-Managements, wie die Grafik unten zeigt (Chart lila unten).

Capgemini_klein.jpg

Schwachstellen ausmerzen

Das wird sich laut dem Papier aber in naher Zukunft ändern (Chart orange oben). Demnach sollten Wealth Manager Self-Service-Funktionen in allen Stufen der Wertschöpfungskette verankern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das führe zu mehr vertrauensbildenden «Wow»-Momenten (Sterne) und zu mehr Kontaktpunkten (Touch point) in der Wertschöpfungskette.

Doch damit nicht genug: Laut den Beratern hilft das Self-Service-System auch Schwachstellen in «Wow-Momente» umzuwandeln. Als Beispiel nennt Capgemini den Ablauf «On-Board Client», der bis anhin physische Präsenz benötige und eine Menge an Dokumentationen in Papierform. Self-Service-Funktionen wie der Dokumenten-Upload oder digitale Signaturen helfen diese Hauptschwachstelle (ovale Form pink) auszumerzen, so die Schlussfolgerung der Berater.

 

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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