Credit Suisse: Händler mit lebenslangem Berufsverbot bestraft

Einer ihrer Trader verspekulierte in Hongkong Millionen – trotzdem kommt die Grossbank mit einem blauen Auge davon.

Zugegeben, Jagjit Singh Dhillon ist kein zweiter Kwekwu Adoboli. Gemessen an den 2 Milliarden Franken, die letzterer 2011 bei der UBS in London verspekuliert hatte, nimmt sich der von Dhillon bei der Credit Suisse (CS) in Hongkong angerichtete Schaden von rund 5,4 Millionen Franken nachgerade gering aus.

Doch Dhillon, der sich mit Aktien-Derivaten verspekuliert haben soll, erlag offenbar denselben Mustern wie die anderen «Rogue»-Trader vor ihm. Statt für erlittene Verluste gerade zu stehen, versuchte er diese mit falschen Angaben und fiktive Gewinne zu kaschieren – und ritt sich so nur immer tiefer den Schlamassel.

Wie die Agentur «Bloomberg» heute Montag berichtete, kostet ihm das nun seine Karriere: Über Dhillon verhängte die Hongkonger Aufsichtsbehörde SFC ein lebenslanges Berufsverbot.

Vorgesetzte wurden stutzig

Der Trader war im Juni 2012 aufgeflogen, nachdem seine Vorgesetzten bei der Credit Suisse in Hongkong misstrauisch geworden waren und Nachforschungen anstellten.

Noch einmal versuchte Dhillon, die Spuren seiner Verluste zu kaschieren – was ihm aber offensichtlich misslang, wie die Agentur weiter schreibt. Die CS informierte die Aufsicht, die den fehlbaren Händler festnehmen liess. 2013 wurde Dhillon entlassen und verliess Hongkong fluchtartig, wie es weiter heisst.

Derweil kann sich die Schweizer Grossbank wohl glücklich schätzen, Schlimmeres verhindert zu haben.

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