Raiffeisen will nun schweizweit KMU anlocken

Mit dem Beratungszentrum RUZ geht Raiffeisen mit Firmenchefs auf Tuchfühlung. Jetzt wird nochmals kräftig expandiert: Wo die neuen Standorte zu stehen kommen.

Lange versuchte Raiffeisen Schweiz, ein Standbein im Firmenkundengeschäft aufzubauen. Ohne durchschlagenden Erfolg. Bis sie Anfang 2014 einen neuen Zugang zu jener Klientel ersann.

Die Genossenschaftsbanken lancierten damals nämlich das Raiffeisen Unternehmerzentrum (RUZ) in Gossau SG: Losgelöst von Raiffeisen sollte dieses die Patrons von KMU in strategischen und operativen Fragen beraten – und ganz nebenbei auch engere Kontakte zu jener Klientel knüpfen.

Über 400 Mitglieder

Wie das RUZ nun heute Dienstag mitteilte, ist der Coup offenbar geglückt. Die Resonanz auf die Initiative sei «ausserordentlich positiv», heisst es. So zähle etwa der RUZ Unternehmerclub inzwischen mehr als 400 Mitglieder.

Deshalb wird nun ausgebaut, wie das Zentrum weiter mitteilt. Noch dieses Frühjahr soll in Baar (ZG) das nächste Zentrum errichtet werden. Im Herbst soll dann in der Region Aarau (AG) ein weiteres RUZ seine Arbeit aufnehmen.

Neue Leitung

Derweil kommt es an der Spitze der Initiative zu einem Wechsel (Bild: Von links Stefan Born, Urs Wehrle, Kurt Müller). Der Standort Gossau wird neu von Kurt Müller geführt. Der St.Galler Elektroingenieur bringe langjährige Führungserfahrungen in der Industrie mit, heisst es. Die Leitung des RUZ Zentralschweiz übernimmt derweil der Zuger Unternehmer Stefan Born, der bereits mehrere Firmen im Bereich Hörakustikbereich aufbaute.

Der St.Galler Unternehmer Urs Wehrle schliesslich wird schweizweiter Geschäftsführer.

Nun darf man gespannt sein, wie schnell Raiffeisen die Beratungsdienste in steigendes Geschäftsvolumen ummünzen kann.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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