Nach SNB-Entscheid: Online-Bank Swissquote in der Bredouille

Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank hinterlässt Spuren bei der Online-Bank Swissquote. Sie bildet Rückstellungen in zweistelliger Millionenhöhe.

Die massiven Kurseinbrüche an gestrigen Donnerstag an der Börse haben zahlreiche Anleger auf dem falschen Fuss erwischt. So auch bei der Schweizer Online-Bank Swissquote, wo viele Klienten der von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) regelmässig bestätigten Strategie gefolgt waren und auf eine Abschwächung des Franken gegenüber dem Euro gesetzt hatten.

Angesichts der Kurseinbrüche (am Donnerstag) haben nun viele Kunden einen Minussaldo, wie die Swissquote am Freitag berichtete. Vor diesem Hintergrund hat die Online-Bank eine Rückstellung von insgesamt 25 Millionen Franken vorgenommen, wie einem Communiqué zu entnehmen ist.

Rekordumsatz für 2014 erwartet

Diese Rückstellung werde die Geschäftszahlen im ersten Halbjahr 2015 beeinflussen, jedoch ohne die Profitabilität und Solidität der Bank in Frage zu stellen, schreibt die Swissquote. Auch unter Einbezug dieser Rückstellung werde die Bank eine Kernkapitalquote um 17 Prozent ausweisen.

Die Swissquote wird am 3. März 2015 die Zahlen zum Geschäftsjahr 2014 publizeren, die gemäss jüngste aber noch ungeprüften Angaben einen «Rekordumsatz» von 145 Millionen Franken in Aussicht stellen. Der Vorsteuergewinn werde rund 28 Millionen Franken betragen. Weitere Angaben machte die Swissquote zum aktuellen Zeitpunkt nicht.

 

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