Genfer Urgestein kehrt in die Branche zurück

Die Bank J. Safra Sarasin gibt einem Veteranen aus der Genfer Bankszene einen Top-Posten. Dieser hatte sich eigentlich aus der Branche schon verabschiedet.

Serge Ledermann 160Serge Ledermann hatte eigentlich genug vom Banking. Der Papierkrieg und die Untergangsstimmung, bemerkte Ledermann einmal im Gespräch, hätten so wenig mit jenem Job gemeinsam, den er vor Jahrzehnten mit Leidenschaft begonnen habe. Darum wechselte Ledermann im Frühling 2012 zur Pensionskasse Retraites Populaires in Lausanne, wo er die Verantwortung für die Anlageentscheide übernahm.

Nun ist er zurück. Wie die brasilianisch-schweizerische Privatbank J. Safra Sarasin am Dienstag bekannt gab, hat sie den Top-Banker zum Leiter des Geschäftsbereichs Asset Management in der Schweiz sowie zum Mitglied des Executive Committee der Bank ernannt.

Sein neues Amt tritt Ledermann am 1. März 2015 an, wie es heisst.

Guter Kenner der Genfer Häuser

Damit gelingt J. Safra Sarasin ein stattlicher Fischzug. Es gibt kaum jemanden in wichtiger Position in der Genfer Bankenszene, den Ledermann nicht kennt – diente er doch in seiner langen Karriere bei zahlreichen wichtigen Häusern in der Calvinstadt.

So war Ledermann Partner bei Lombard Odier Darier Hentsch (heute Lombard Odier), wo er sich lange Jahre um die Vermögensverwaltung kümmerte. Zudem kam Serge Ledermann eine wichtige Rolle als Gründungspartner des Vermögensverwaltungsgeschäfts der Genfer Union Bancaire Privée (UBP) zu. Seine Karriere begann er als Aktienanalyst und Portfoliomanager bei der Compagnie de Banque et Investissements und bei der UBS.

Vor seiner Auszeit vom Banking war Ledermann drei Jahre lang Teilhaber bei der Banque Héritage in Genf.

Pläne fürs Pensionskassen-Geschäft

Der 1959 geborene Lausanner hält ein Diplom der dortigen Wirtschafts‐Fachhochschule HEC. Neben seiner Tätigkeit als Bankier war er mehrere Jahre lang Mitglied der Swiss Financial Analysts Association (SFAA).

Bei J. Safra Sarasin soll der Veteran nun dazu beitragen, das Geschäft mit institutionellen Kunden zu forcieren, wie CEO Edmond Michaan ausführte. «Die Ernennung zeigt, dass wir uns der Vermögensverwaltung und der Betreuung institutioneller Kunden verschrieben haben», unterstrich der Chef weiter.

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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