Das US-Anlagethema Nummer 1 ist Energie – aber nicht so, wie Sie denken

Der tiefe Ölpreis macht gewisse US-Aktien gemäss J.P. Morgan Asset Management zu interessanten Anlagen in diesem Jahr. Diese kommen aber nicht aus dem Energiesektor.

Christian Preussner (Bild), US-Aktienexperte bei J.P. Morgan Asset Management glaubt, dass der Ölpreis auch nach dem Tod des Saudi-Arabischen Königs Abdullah tief bleiben wird – zumindest mittelfristig, wie er am Freitag sagte.

Für die Anlagestrategie von J.P. Morgan Asset Management in den USA ist diese Einschätzung nicht unerheblich. Denn es seien die zurzeit tiefen Energiepreise welche insbesondere zwei Aktien-Sektoren attraktiv machten: Konsum- und Industriegüter.

Förderprogramm für Schwerindustrie

Preussner erklärte, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer in den USA zwischen 20 und 25 Prozent seines Lohns für Benzin und Heizkosten ausgebe. Durch den um über 40 Prozent gesunkenen Ölpreis bleibt somit mehr Geld für Konsumgüter.

Bei den Industrieunternehmen, vor allem in der Schwerindustrie, sei es ganz ähnlich, so der Aktienstratege. Er erwartet aufgrund der tieferen Energiepreise eine erhöhte Investitionstätigkeit der Unternehmen. Der Anteil der langlebigen Wirtschaftsgüter am US-Bruttoinlandprodukt werde sich wieder dem längjährigen Durchschnitt von 26 Prozent nähern.

Schrittweise Zinserhöhungen

Aber das grosse Thema 2015 in den USA wird der Konsum sein. Dieser werde der Wirtschaft zu einem Wachstum von rund 3,3 Prozent verhelfen, schätzte Preussner. Das sei zwar kein Boom, aber die Fortführung eines positiven Trends, der sich unter anderem auch in den sinkenden Arbeitslosenzahlen manifestiere.

Die Ökonomen von J.P. Morgan Asset Management erwarten zudem, dass die Chefin der US-Notenbank Janet Yellen im Laufe des Jahres die Zinsen schrittweise um 100 Basispunkte erhöhen werde. Die nach wie vor tiefe Inflation lasse auch nicht mehr zu.

Nicht billig – nicht teuer

Den S&P 500 erwartet Preussner bis Ende Jahr um 7 bis 8 Prozent höher. Er rät aber auch deshalb zu einem Aktienübergewicht, weil die Bondrenditen weniger attraktiv seien. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis 16,2 könne man nicht sagen, dass US-Aktien besonders günstig seien, räumt Preussner ein. «Aber teuer sind sie auch nicht.»

Während man in den vorangegangen Jahren aber noch auf Sektoren setzen konnte, sei für 2015 eine Spürnase für günstigere Einzeltitel gefragt. Günstige Bewertungen sieht er vor allem im Finanzsektor und bei den Konsumgütern.

Banken und Medien

In den US-Fonds konzentriert sich J. P. Morgan auf Unternehmen mit dem höchsten Exposure im US-Binnenmarkt, um das Wachstumsmomentum auszunützen. Im US Value Fund, der vor allem auf Large Caps setzt, machte Ende Dezember 2014 die US-Bank Wells Fargo die grösste Position aus. Aus dem Konsumgüterbereich waren Procter & Gamble sowie der Satelliten-TV-Betreiber Dish Network stark gewichtet.

Im US Equity All Cap Fund sind aus dem Konsumgütersektor Time Warner und Arthur Daniels Midland, ein Getreideverarbeiter, stark gewichtet.

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