Die Schweizer Konsolidierung geht weiter

Die britische Bank Standard Chartered (Switzerland) zieht sich aus dem hiesigen Private-Banking-Geschäft zurück. Aus diesem Grund veräussert sie ihre Kunden-Portefeuilles und hat bereits eine Käuferin gefunden – eine namhafte Privatbank. 

Die britische Standard Chartered liquidiert ihre Privatbanken-Tochter in Genf, wie auch finews.ch vor rund einem Monat meldete. In diesem Geschäftsbereich hatte das Institut in der Schweiz gemäss zuletzt veröffentlichten Zahlen rund 2 Milliarden Franken an Vermögen verwaltet und 74 Mitarbeitende beschäftigt.

Für einen Teil der Kunden-Portefeuilles hat die Bank bereits eine Abnehmerin gefunden, wie am Donnerstag publik wurde. Es ist die Genfer Banque Heritage. Wie hoch die erworbenen Depots sind, teilte das verschwiegene Geldhaus jedoch nicht mit, ebenso wenig, wie viel dafür bezahlt wird. 

Teil einer Entwicklungsstrategie

Die Banque Heritage ist eine mehrheitlich im Besitz der spanisch-schweizerischen Familie Esteve befindliche Privatbank in Genf, die Vermögen von insgesamt mehr als 6 Milliarden Franken verwaltet. Neben ihren Geschäftsstellen in Zürich und Lugano ist sie mit Filialen in Guernsey und Montevideo vertreten.  

Die jüngste Akquisition sei Teil der Entwicklungsstrategie der Bank, die insbesondere den selektiven Ankauf von Private-Banking-Vermögenswerten anderer Institutionen anstrebt, sagte ein Sprecher. Dabei wolle das Geldhaus seine Position in ausgewählten Kernmärkten stärken.

Als Zielmärkte von Heritage gelten einige Schwellenländer sowie Länder in Europa und dem Nahen Osten.

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Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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