Frankenschock: Pensionskassen erholen sich

Pensionskassen haben ihre durch die Aufhebung der Euro-Untergrenze erlittenen Verluste fast wieder wettgemacht. Das Wachstum in der Branche ist ungebrochen.

Die Schweizerische Nationalbank hat mit ihrem Entscheid, den Euromindestkurs aufzuheben, Investoren kalt erwischt. Wie das Beratungsunternehmen Towers Watson am Freitag in einer Email-Mitteilung schätzte, verloren Schweizer Pensionskassen aufgrund der Marktturbulenzen in den ersten Tagen nach dem Entscheid rund 30 Milliarden ihrer Vermögen.

Dank der anschliessenden Beruhigung der Märkte hätten sich die meisten Pensionskassen von diesen Verlusten erholt, hiess es weiter.

Der Rückgang der Vermögen beliefe sich nun nur noch auf 2 bis 3 Prozent. Das Umfeld von Negativrenditen auf Obligationen und der damit verbundene Anlagenotstand werde aber weiterhin eine grosse Herausforderung für Schweizer Pensionskassen darstellen.

Durchschnittlich 7 Prozent Wachstum

Diese vereinten Ende 2014 ein Vermögen von 823 Milliarden Dollar, wie Towers Watson in der «Global Pension Assets Study» feststellte. Die Schweiz befindet sich damit weltweit auf dem siebten Platz.

Innerhalb der letzten 10 Jahre sei das globale Pensionskassenvermögen mit einer durchschnittlichen Zuwachsrate von rund 7 Prozent angestiegen und erreichte in den 16 globalen Hauptmärkten ein neues Allzeithoch von 36 Billionen Dollar.

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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