Morddrohungen auf dem Genfer Finanzplatz

Ein Unbekannter hat mehreren Banken in Genf Drohbriefe geschickt. Ein Finanzinstitut hat nun Strafanzeige eingereicht.

Etwa 20 Genfer Bankhäuser haben Briefe mit Morddrohungen erhalten. Dies berichtete als erstes die Zeitung «Le Matin» in ihrer Printausgabe (Artikel online nicht verfügbar). Ein Mediensprecher der Genfer Justizbehörden bestätigte gegenüber der Westschweizer Wirtschaftszeitung «L'Agefi» den Bericht in der Zeitung «Le Matin».

In den Briefen von Ende Februar 2015 greift der unbekannte Autor Banken wie die UBS, Credit Suisse, HSBC oder die Genfer Kantonalbank an. Er beschuldigt die Institute, unmoralisches Verhalten auf Kosten des Berufsethos zu ermöglichen. Auszüge dieser Briefe wurden in der Printausgabe von «Le Matin» veröffentlicht.

Gegen mehrere Banker gerichtet

In den Drohbriefen ist auch die Rede von Hinrichtungen gegen namentlich genannte Banker. «Jeder Verantwortliche wird bestraft, beispielsweise durch öffentliche Exekution», soll in den Briefen stehen.

Die Genfer Kantonalbank hat bei der Staatsanwaltschaft nun Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Eine Polizeiuntersuchung ist laut dem Bericht seit Anfang März im Gang. Zum laufenden Strafverfahren machte die Genfer Justiz keine weiteren Angaben.

 

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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