Schaffhauser KB erwartet schwieriges Jahr

Das Staatsinstitut beschloss das vergangene Geschäftsjahr mit einem Rekordergebnis. Für das laufende Jahr müssen aber einige Hürden gemeistert werden. Zudem äusserte sich die Bank zum US-Steuerprogramm.

Die Schaffhauser Kantonalbank steigerte den Jahresgewinn um 7,4 Prozent auf etwas über 39 Millionen Franken und erzielte damit ein Rekordergebnis, wie die Bank am Montag mitteilte.

Beim wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsgeschäft, erzielte die Bank einen um 4,3 Prozent höheren Erfolg von gut 70 Millionen Franken. Leicht unter Vorjahr entwickelten sich hingegen der Kommissions- und Dienstleistungserfolg.

Mehr Gelder 

Die Kundenausleihungen haben um 335 Millionen Franken (plus 6,8 Prozent) zugenommen. Derweil stiegen die Hypothekarforderungen um 7,4 Prozent auf 327 Millionen Franken. Zuflüsse vermeldete die Bank auch in der Vermögensverwaltung um 230 Millionen (plus 5,6 Prozent).

Gleichzeitig erhöhte sich aber auch der Geschäftsaufwand um gut 3 Prozent. Dies sei vor allem den zahlreichen regulatorischen Vorgaben geschuldet, hiess es. Insgesamt nahm das Kosten-Ertrags-Verhältnis der Bank minimal auf 46,9 Prozent zu.

Regulierungen und Zinsumfeld belasten 

Für das laufende Jahr 2015 stünden einige Herausforderungen an, führte die Bank weiter aus: «Umfangreiche Regulierungen und Themen im grenzüberschreitenden Geschäft bestimmen den Blick auf die kommenden Monate. Sie binden erhebliche personelle Ressourcen und sind ein wesentlicher Kostentreiber.»

Weiter würden sinkende Zinsmargen und negative Zinssätze auf die Erträge drücken. Auch wenn es der Bank gelingen sollte, mit Wachstum Zusatzerträge zu erzielen, werde mit Belastungen in allen Geschäftsbereichen gerechnet.

Rückstellungen reichen aus

Die Staatsbank äusserte sich auch zum Stand des US-Steuerprogramms zur Beilegung des Steuerstreits. Dieses wollte man eigentlich schon im 2014 ad acta legen. Die zuständige US-Behörden seien mit der Bearbeitung ihrer termingerecht eingereichten Dokumentationen aber im Rückstand, hiess es. Die Bank rechnet nun mit einem Abschluss bis Ende 2015.

Das Schaffhauser Geldinstitut hielt in diesem Zusammenhang fest, zu keiner Zeit Schweizer Recht verletzt zu haben. Die getätigten Rückstellungen reichten «aus heutiger Sicht aus».

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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