J. Safra Sarasin will weiter zukaufen

Die schweizerisch-brasilianische Privatbank hat 2014 ihren Gewinn deutlich gesteigert. Nun will das Institut eine führende Rolle bei der Konsolidierung in der Branche einnehmen. 

Der Reingewinn der Privatbank J. Safra Sarasin erhöhte sich um 14 Prozent auf 205 Millionen Franken. Gleichzeitig kletterten die verwalteten Vermögen um 12 Prozent auf 147 Milliarden Franken. Das teilte das Institut am Dienstag mit.

Der Reingewinn wurde vollständig den Gewinnrücklagen zugeführt, wie es weiter hiess. In der Folge kletterte das Eigenkapital um 300 Millionen auf 3,8 Milliarden Franken. Die BIZ-Kernkapitalquote betrug 25 Prozent.

«Hervorragendes» Resultat

Jacob J. Safra, Vizepräsident der Gruppe, bezeichnete die Resultate als «hervorragend». Die Bank habe sich erfolgreich unter den weltweit führenden Privatbanken etabliert, so Safra.

Auch für die Zukunft sieht sich die Bank gut aufgestellt, um ihre Wachstumsstrategie weiter zu verfolgen. Und dabei stehen offenbar auch Zukäufe auf der Traktandenliste: Man wolle «bei der laufenden Konsolidierung der Branche eine führende Rolle spielen», hiess es bei der Bank.

Interesse an Coutts?

Zu Erinnerung: Im Sommer 2012 wurde die Basler Traditionsbank Sarasin offiziell in die brasilianische Safra Gruppe integriert. Im Frühjahr letzten Jahres übernahm J. Safra Sarasin dann die Private-Banking-Sparte von Morgan Stanley.

Kein Wunder wurde deshalb das Institut auch als mögliche Bieterin für die zum Verkauf steht RBS-Tochter Coutts International mit Hauptsitz in Zürich gehandelt. Gerüchten zufolge hat sich nun aber der Käufer-Kreis auf die Genfer Union Bancaire Privée (UBP), die Grossbank Credit Suisse sowie die Singapurer Bank DBS eingeengt, wie auch finews.ch berichtete.

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