Basler Kantonalbank: Die Revolution rollt

Der Umbau die Basler Kantonalbank zur «Beraterbank» nimmt Formen an. Bereits im Sommer soll die Initiative erste Früchte tragen.

Noch hängt das Verfahren im Steuerstreit mit den USA wie ein Damoklesschwert über der Basler Kantonalbank (BKB) – die letzte Altlast der alten Expansionsstrategie, die 2013 im grossen Debakel endete. Das hindert die Staatsbank nicht, ihre Zukunft mit Hochdruck zu gestalten.

Unter ihrem neuen Chef Guy Lachappelle verpasste sich das Geldhaus 2014 eine neue Strategie als nachhaltige, auf den Heimmarkt fokussierte «Beraterbank». Mit dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht protokolliert die Bank nun ihre ersten Fortschritte – und gibt einen Ausblick auf die Wegmarken der kommenden Monate.

Neues Center startet im Juli

Wie sich zeigt, nimmt insbesondere der Umbau zur Beraterbank – in der Medienmitteilung vom Mittwoch vollmundig als «revolutionär» bezeichnet – Formen an. Bei dieser Initiative geht es im Kern darum, dass Retail- und Private-Banking-Kunden jederzeit und über verschiedene Kanäle Zugang zu den Leistungen ihrer Bank erhalten.

In diesem Zusammenhang steht auch das neue Beratungscenter an der Basler Dufourstrasse 38 (Bild), das nach Plan fertig gestellt werden konnte, wie ein Sprecher der BKB auf Anfrage von finews.ch erklärte. Die Anlaufstelle soll ab Mitte 2015 Kunden aus dem Retailsegment betreuen und eine «erweiterte telefonische Erreichbarkeit und einen schnellen Service sicherstellen».

Bei der BKB-Tochter Bank Coop ist das Beratungscenter schon seit dem 1. April 2015 in Betrieb.

Drittes Standbein

Bei der BKB haben die Call- und Trading-Teams die neuen Büros an der Dufourstrasse derweil im Januar 2015 bezogen. Mehr Kollegen sollen folgen: Die BKB will das Beratungscenter – neben den Standorten und dem Private Banking – zum dritten Vertriebsstandbein aufbauen. Bestehende und zukünftige Mitarbeitende des Beratungscenters würden in den kommenden Monaten für ihre bevorstehenden Aufgaben ausgebildet und «gecoacht», so die Basler Bank.

Gleichzeitig investiert das Institut in die «Kanäle», über welche die Beratung zu den Kunden fliessen soll. Die BKB meint damit nicht nur die Geschäftsstellen, sondern auch das Internet. Das bedingt wiederum die Kompatibilität mit Endgeräten wie Smartphones und den Einsatz von Medien wie Video.

Orchester am Karl-Barth-Platz

«Mit der Kanalorchestrierung will die BKB der steigenden Anzahl von Kunden Rechnung tragen, die sich die Vorzüge der elektronischen Kanäle bedienen und damit vielfältiger mit der Bank agieren als bisher», so die BKB.

Sinnigerweise bedingt bei der BKB der Ausbau virtueller Kanäle auch die Stärkung der «physischen» Präsenz. So eröffnet die Bank im Herbst am Basler Karl-Barth-Platz die erste Geschäftsstelle, die in das neue Multi-Kanal-Konzept integriert ist. Man darf gespannt sein, wie die Filiale aussehen wird – nachdem etwa Raiffeisen Schweiz bereits im Bernbiet einen interessanten Pilot startete.

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Der Hedgefondsanbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Das Unternehmen begründet die Verschiebung mit einem Verzug in den Verhandlungen um eine zweite Finanzierungstranche nach den Rekapitalisierungs-Massnahmen vom Sommer.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt. Die Zahlung erfolgte, weil die UBS ihre Broker nicht standesgemäss ausgebildet habe.

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Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

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Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

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DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

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