Sika-Streit: Für Julius-Bär-Präsident Daniel Sauter wird es gefährlich

Im Streit um den Chemiekonzern schiessen sich die Sika-Erben auf den Sika-Verwaltungsrat Daniel Sauter ein. Nun nehmen sie offenbar auch sein Amt als Präsident der Bank Julius Bär aufs Korn.

Am (morgigen) Dienstag kommt es beim Schweizer Chemiekonzern Sika zu einer Entscheidung: An der Generalversammlung in Baar im Kanton Zug werden die Aktionäre über das weitere Vorgehen im Verkauf von Sika an die französische Konkurrentin Saint-Gobain entscheiden.

Kurz zuvor erreicht nun auch die Schlammschlacht der Konzernführung sowie einiger Minderheitsaktionäre gegen Saint-Gobain und der Sika-Erbenfamilie Burkard einen neuen Höhepunkt. Beide Seiten bezichtigen sich offenbar der Kursmanipulation – und wie die «SonntagsZeitung» am Wochenende berichtete (Artikel in der Printausgabe), könnte dies auch für einen prominenten Banker unangenehme Folgen haben.

Anzeige bei der Finma

Laut dem Blatt hat die Holding der Sika-Erben bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) einen Anzeige gegen die Firma Sika eingereicht. Die Holding wirft der Konzernführung dabei nicht nur vor, mit einer ihrer Meinung nach irreführenden Pressemitteilung gegen die Ad-hoc-Publizität verstossen und den Börsenhandel manipuliert zu haben.

Sie klagt dabei auch explizit gegen Daniel Sauter (Bild), seines Zeichens Sika-Verwaltungsrat und Präsident der Zürcher Privatbank Julius Bär.

Ihn bezichtigen die Sika-Erben, gegen das Gewährserfordernis verstossen zu haben. Der Vorwurf birgt Zunder. Denn als Bank-Präsident muss Sauter die Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit bieten – eine Voraussetzungen dafür, dass Julius Bär als eine von der Finma bewilligte Bank ihren Geschäften nachgehen darf.

Mit ihrer Anzeige an die Finma stelle die Holding der Sika-Erben demnach Sauters Position als Präsident von Julius Bär infrage, folgert die «SonntagsZeitung».

Streit bedroht Image

Eine Erklärung der Zürcher Privatbank zur Klage gegen ihren Präsidenten steht auf Anfrage von finews.ch noch aus.

Dennoch deutet einiges darauf hin, dass für Sauter der Sika-Streit doppelt gefährlich werden könnte. Wie auch finews.ch berichtete, fordern die Sika-Erben nämlich seine Abwahl als Verwaltungsrat des Chemiekonzerns – und wollen dies an der morgigen Generalversammlung zur Abstimmung bringen. Und mit der Klage bei der Finma wäre nun auch Sauters Amt bei Julius Bär bedroht.

Auch der Privatbank selber kommt der Streit zwischen ihrem Präsidenten und den Sika-Erben wohl reichlich ungelegen. So sind die Schlagzeilen rund um den erbittert geführten Sika-Streit dem Image des noblen Traditionshauses kaum förderlich.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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