UBS und Credit Suisse liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen um Live-Chat

Der nächste Meilenstein in der Digitalisierung des Private Bankings ist die direkte Interaktion zwischen Bankberater und Kunde. Welche der beiden Grossbanken dabei in der Schweiz die Nase vorn hat. 

Mulitchanneling und der direkte Kundenkontakt – diese zwei Begriffe aus der digitalen Welt beschäftigen derzeit die Fintech-Profis beider Schweizer Grossbanken. Laut einem Medienbericht schwenkt die UBS diesbezüglich in die Zielgerade ein.

So wolle die Bank Kundenanliegen künftig über einen Live-Chat mit einem Kundenberater klären, teilte der «Sonntagsblick» (Artikel bezahlpflichtig) mit. Damit soll minutenlanges Warten in der Hotline vermieden werden. Bis Ende Jahr soll der Live-Chat aufgeschaltet sein, versprach Andreas Kubli (Bild), Digitalisierungs-Chef bei der UBS Schweiz, gegenüber dem Blatt.

Extrarunde wegen alter Systeme

Damit könnte die UBS ihre Erzrivalin Credit Suisse (CS) im Rennen um Schweizer-Private-Banking Kunden überrunden. Zwar bietet die CS ihren Kunden in Asien bereits die Möglichkeit, mittels mehrerer Kanäle – inklusive Videochat – mit Beratern in Kontakt zu treten. In der Schweiz komme diese Dienstleistung aber erst im kommenden Jahr, wie auch finews.ch berichtete.

Grund für die Verzögerung sei die in die Jahre gekommene IT am Schweizer Hauptsitz, hiess es.

Noch schneller unterwegs als die UBS und die CS sind kleinere Anbieter wie die Saxo Bank. Neu bietet die Online-Trading-Bank ihren Kunden Livestreams zu Saxo-Experten und deren Trading-Ideen an.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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