Luzerner KB greift ans Eingemachte

Auch die Luzerner Kantonalbank spürt die Folgen des Frankenschocks. Jetzt ergreift sie unkonventionelle Massnahmen.

Die Abkehr vom Euro-Mindestkurs und die Einführung von Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) im vergangenen Januar haben auch in den Büchern der Luzerner Kantonalbank (LUKB) deutliche Spuren hinterlassen.

Wie das Staatsinstitut am Dienstag mitteilte, sank der Konzerngewinn im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahr um gut 2 Prozent auf 46 Millionen Franken. Die Hauptschuld am Rückgang trägt laut der Bank das Zinsengeschäft: Dort fiel das Brutto-Ergebnis um gut 3 Prozent tiefer aus, weil die negativen Zinsen zunehmenden Druck auf die Ertragslage erzeugten, wie es heisst.

Sparmassnahmen allein reichen nicht

Derweil wuchs die Bank bei den Kundenausleihungen und beim Neugeld im Kommissionen-Geschäft mit jeweils 1 Prozent – und damit etwa im selben Tempo wie im Vorjahr. Ebenfalls konnten die Kosten gehalten werden. Dass das aber nicht ausreichen wird, um die Einbussen durch den Frankenschock auszugleichen, ist der Bank bewusst: Neben bereits eingeleiteten Sparmassnahmen greift sie deshalb ans Eingemachte.

Gewinn wie 2014

So hat die Bank eine zweckbestimmte Reserve von knapp 100 Millionen Franken gebildet – mit dem Ziel, damit einen wesentlichen Teil der Ertragseinbussen zu finanzieren, die durch den SNB-Entscheid entstehen.

Laut der LUKB soll es so möglich sein, 2015 einen Gewinn im Rahmen des Vorjahres auszuweisen. Damals verdiente die Bank knapp 182 Millionen Franken.

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