Dieser Wall-Street-Veteran hat jetzt mit echten Schweinen zu tun

Was machen Top-Investmentbanker, wenn sie in Rente gehen oder einfach genug von der Wall Street haben? Ein ehemaliger Banker widmet sich jetzt Tausenden von Schweinen.

Der Öl-Investor Thomas Boone Pickens oder der amerikanische Unternehmer John Malone hörten auf ihn. Das war vor 25 Jahren. Damals leitete Chris Andersen (Bild) die Geschäfte der Investmentbank Drexel Burnham, als sie noch zu den grössten Investmentbanken der Wall Street gehörte.

Im Jahr 1990 musste die Bank, die als erste Institution bereits 1987 Collateralized Debt Obligations (CDOs) herausgab, wegen Unregelmässigkeiten im Junk-Bond-Markt Insolvenz anmelden.

Für Andersen ging es indessen weiter an der Wall Street: Er wechselte zur Investmentbank Paine Webber und wurde dort Vice-Chairman. Das Institut wurde im Jahr 2000 von der UBS übernommen. Später gründete er seine eigene Investmentboutique: G.C. Andersen Partners.

Eine tierische Marktlücke

Doch was macht ein solcher Top-Investmentbanker heute? Sein Glück hat er mit Tieren gefunden. Heute ist er Besitzer einer Schweinefarm, wie aus einem Porträt des Nachrichtensenders «CNBC» hervorgeht. Dem 76-jährigen Ex-Banker gehört die Mosefundfarm, eine der grössten Schweinefarmen in den USA.

Vor rund zehn Jahren startete er das Borstenvieh-Geschäft. Jetzt besitzt er über 4'500 Schweine, verteilt auf sieben Farmen und drei Staaten. Andersen entschied sich für die Zucht, weil kein Restaurant in New York City Schinken aus Spanien servierte, sagte er. Deshalb brachte er das so genannte «Mangalitza-Schwein» (mehr dazu hier) nach Amerika.

«Die werden süchtig»

Der Schweinefarmer beliefert heute High-End-Restaurants wie das Eleven Madison Park oder das Union Square Cafe. Über seine Webseite verkauft er seine Produkte auch direkt an die Verbraucher, einschliesslich Speck und Bratwurst.

Gegenüber «CNBC» sagte er, dass er sich als nächstes sein Wall-Street-Netzwerk zu Nutze machen wolle. «Wenn ich denen ein Stück unter die Nase halte und die es in den Mund bekommen», sagte er, «dann sind sie süchtig.»

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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