Genfer Privatbank Bordier zieht Kundengelder vor allem im Ausland an

Das Westschweizer Finanzinstitut Bordier ist gemäss eigenen Angaben solide ins neue Jahr gestartet. Einer der vier Teilhaber der Bank nimmt auch Stellung zum US-Steuerstreit.

Das Traditionshaus Bordier weist per Ende des ersten Quartals 2015 verwaltete Vermögen in Höhe von 10,8 Milliarden Franken aus nach 10,5 Milliarden per Ende 2014. Dies meldet die Schweizer Nachrichtenagentur «AWP».

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Finanzinstitut ein ausgeglichenes Resultat und positive Geldzuflüsse, sofern die Finanzmärkte und die Zinssätze stabil blieben, heisst es weiter.

Vermögen stagnierten 2014

Wie bereits im vergangenen Jahr verzeichnet Bordier vor allem Neugeldzuflüsse in den Filialen ausserhalb der Schweiz, wie Teilhaber Grégoire Bordier (Bild) gegenüber «AWP» sagte. Im Jahr 2014 stagnierten die verwalteten Vermögen allerdings, weil sich die Bank von verschiedenen Kunden trennte, die sich weigerten, ihre Vermögen zu deklarieren.

Diese Entwicklung neige sich nun dem Ende zu, war weiter zu erfahren, so Bordier, der in fünfter Generation die Bank mit drei weiteren Teilhabern führt.

Lösung im US-Steuerstreit in Sicht

Die Privatbank Bordier zählt rund 30 Prozent einheimische Kunden. Ausser in der Schweiz ist das Institut auch in Paris, London, Singapur, Uruguay sowie auf den Turks- und Caicos-Inseln vertreten.

In den Verhandlungen um eine Beilegung des US-Steuerstreits sieht sich das 1844 gegründete Institut gemäss weiteren Angaben in einer «fortgeschrittenen Position» und erwartet einen Abschluss bis Ende 2015. Über allfällige Rückstellungen und Kosten des Programms wollte sich Privatbankier Bordier allerdings nicht äussern.

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Der Hedgefondsanbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Das Unternehmen begründet die Verschiebung mit einem Verzug in den Verhandlungen um eine zweite Finanzierungstranche nach den Rekapitalisierungs-Massnahmen vom Sommer.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt. Die Zahlung erfolgte, weil die UBS ihre Broker nicht standesgemäss ausgebildet habe.

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