Credit Suisse sucht «Verbündete» für Schwule und Lesben

Ausgewählte Mitarbeiter der Credit Suisse sollen die Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender im Betrieb unterstützen. Ein entsprechendes Programm, das in den USA bereits läuft, startet nun auch in der Schweiz, wie Recherchen von finews.ch ergaben.

LGBT©Shutterstock

Der Begriff «LGBT» steht für Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender und ist eine inzwischen weit verbreitete Abkürzung für Organisationen und Themen, die sich mit den Anliegen und Problemen dieser Menschen befassen.

Ein LGBT-Netzwerk existiert seit 2009 auch bei der Credit Suisse (CS). Nun wird dieses Programm sogar noch ausgebaut, wie Recherchen von finews.ch ergaben. Konkret sucht die Credit Suisse in ihrer Schweizer Organisation aktiv nach «Verbündeten», so genannten «Allies», wie sie auf Englisch heissen. Solche gibt es in den US-Betrieben der CS bereits (siehe folgendes Video).

Ein Ally ist gemäss Firmenangaben ein Freund oder Förderer, der sich für die Diversität im Unternehmen und im Besonderen für die Integration der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender einsetzt – sowohl im persönlichen, im beruflichen als auch im öffentlichen Bereich. In einer internen Broschüre, die finews.ch vorliegt, wird deutlich, weshalb die CS solche Programme fördert.

Nicht die Augen verschliessen

Viele LGBT-Mitarbeitende hätten Schwierigkeiten, am Arbeitsplatz ganz sich selber zu sein. Und dies habe wiederum einen nachweislichen Einfluss auf die Leistung, die Effizienz und die Loyalität zur Firma, heisst es in dem Dokument. Die «Verbündeten sollen nun den LGBT-Mitarbeitern helfen, sich bei Bedarf zu «outen» und selber vor diskriminierenden Äusserungen nicht die Augen zu verschliessen. 

Die Broschüre enthält auch Empfehlungen für den Umgang mit schwierigen Situationen. Fallen zum Beispiel schwulenfeindliche Witze, sind die «Allies» dazu angehalten, «auf höfliche Art» einzuschreiten. Als Einstiegshilfe finden sich gleich ein paar Beispiele:

  • Beziehen Sie sich im Kommentar auf die andere Person – «Wie würden Sie sich fühlen, wenn...»
  • Setzen Sie Humor ein – «Ich will kein Spielverderber sein, aber...»
  • Nennen Sie Fakten – «Vielleicht wissen Sie das noch nicht, aber...»

Aufkleber fürs Büro

Die «Verbündeten» sollen sich möglichst auch zu ihrem Engagement bekennen. Zu diesem Zweck hat die CS einen Aufsteller und einen Aufkleber der Broschüre beigelegt, der «gut sichtbar» auf dem Schreibtisch oder im Büro platziert werden soll.

Die Bank empfiehlt auch, den Status im internen Kommunikationsprofil anzupassen und zu vermerken: «Ich bin ein LGBT Ally». Sinn und Zweck dieser offenen Unterstützung sei es, andere zu ermutigen, die Intergration von LGBT-Mitarbeitenden am Arbeitsplatz ebenfalls zu fördern, schreibt die CS.

Die Schweizer Grossbank ist für ihr Engagement in Sachen «LGBT» auch schon mehrfach ausgezeichnet worden, wie finews.ch berichtete.

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