So werden Sie mit Esoterik und Zen ein besserer Private Banker

Führungskräfte in Pferdeställen, Mitarbeiter in Psychoseminaren und Meditieren vor wichtigen Kundengesprächen. Die Esoterik-Welle hat das Private Banking erreicht.

Die Achtsamkeitsmeditation ist als Allzweckwaffe zur Optimierung sämtlicher Lebensbereiche bereits bekannt. Die von Buddhisten-Mönchen angewendete Medidationsform fördert eine besondere Form der Aufmerksamkeit und verhilft zu einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand.

Die «Mindfullness» – den englischen Begriff kann das deutsche Wort Achtsamkeit nur unvollständig wiedergeben – findet als Konzept nun auch Eingang ins Private Banking. Tatsächlich soll es die Kundenberater-Ausbildung ergänzen, wie das Branchenportal «Wealth Management» schreibt.

Achtsamkeit, als eine Kombination von östlicher Philosophie mit westlicher Psychologie und Medizin, sei «fruchtbar für die Berater-Kunden-Beziehung» schreibt die Autorin des Berichts Patricia Angus. Sie leitet ein Beratungsunternehmen für Family Offices. Hier beschreibt sie die Methode und gibt gleich die richtige Anleitung dazu:

  • Blick nach innen

«Legen Sie eine langsamere Gangart ein. Ein nach innen gerichteter Blick soll Ihnen als Berater helfen, Schwierigkeiten mit dem Kunden zu meistern. Durch blosses Registrieren und Beobachten der Situation erfahren Sie den Unterschied zwischen Ihrer Interpretation und dem tatsächlichen Verhalten des Kunden. So erkennen Sie zudem die Möglichkeit, mehr Fragen zu stellen, statt sich auf seine Annahmen zu verlassen.»

  • In der Gegenwart sein

«Ihr Fokus soll ganz auf den Kunden gerichtet sein. Sei dies am Telefon oder im Ihrem Sitzungszimmer. Entscheidend ist dabei der gegenwärtige Augenblick, das Jetzt. Vergangenes ist vorüber, Zukünftiges noch nicht geschehen. Deshalb sollen Sie die ganze Aufmerksamkeit auf das lenken, was Sie im Augenblick gerade tun.»

  • Nicht-Beurteilendes Bewusstsein

«Alles, was wir sehen, wird offenbar vom Geist kategorisiert. Dieses Schubladedenken und die Gewohnheit des Beurteilens führt  zu unreflektiertem, reaktivem Handeln, vor allem auch in finanziellen Angelegenheiten. Die Praxis der Achtsamkeit schult Sie darin, diese Gewohnheit sofort, wenn sie auftritt, zu erkennen.»

  • Mitgefühl

«Wenn Sie als Berater Mitgefühl für Kundenbelange aufbringen können, fühlt  sich der Kunde verstanden. Auch bei trivialen Problemen. Durch mitfühlende Antworten verändert sich oft auch das Verhalten des Kunden. Mitgefühl ist der erste Schritt in Richtung Verständnis, auch bei einem Kundengespräch.»

  • Loslassen

Wenn Sie sich darin üben, Dinge wie oben beschrieben einfach zu beobachten, können Sie loslassen. Das bedeutet gleichzeitig, Dinge zu akzeptieren. Klammern und Ablehnen, auch in finanziellen Angelegenheiten, sind beides nichts weiter als Impulse, die man fälschlicherweise für absolute Grössen hält.»

Auch Finanzprofis tun es

Die Autorin schreibt zwar, Achtsamkeit sei weit mehr als die eben skizzierten Konzepte. «Man muss es erfahren, um es zu verstehen», schreibt sie. Schlussendlich führe es allerdings zu einer gesünderen Berater-Kunden-Beziehung, zu einer neuen Realität.

Klingt alles ein wenig nach Finanzesoterik? Aber vielleicht funktioniert es ja? Probieren Sie es mal aus. Denn bekanntlich setzen ja auch Finanzstars wie Philipp Hildebrand, Ray Dalio oder Bill Gross auf Meditationsübungen, wie auch finews.ch berichtete.

 

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