Israels Justiz macht weiter Jagd auf UBS-Kunden

Nachdem in Israel vergangenes Jahr eine Kundenliste der UBS beschlagnahmt worden ist, sind Dutzende von Steuerflüchtlingen verhaftet worden. Dabei kommen auch «kleine Fische» unters Rad.

In Israel fordert der Feldzug gegen Steuerflüchtlinge weitere Opfer. Das israelische Finanzblatt «Globe» berichtet am Mittwoch von zwei Verhaftungen von Kunden der UBS im Distrikt Haifa, in der Ortschaft Atlit.

Sie hätten bei der Schweizer Grossbank seit 2003 Konten mit undeklarierten Geldern unterhalten. Die israelischen Behörden zeigten sich in der Verfolgung von Steuerflüchtlingen zuletzt besonders hartnäckig und erbarmungslos: Mehrere Dutzend Kunden von Schweizer Banken sind seit vergangenem Jahr verhaftet, ihre Wohnorte durchsucht worden.

Alle bei einem Kundenberater

Weil die Steuerbehörde in Besitz einer Kundenliste der UBS ist, sind ihre Kunden im Hauptfokus. Gemäss «Globe» sollen die meisten von ihnen von Rony Elias betreut worden sein. Es geht unversteuerte Gelder in der Höhe von mehreren 100 Millionen Euro. Elias war bis vergangenen Dezember bei der UBS als Kundenberater tätig gewesen.

Die beiden nun Verhafteten waren aber kleine Fische. Laut «Globe» lagen auf den jeweiligen UBS-Konti 400'000 und 700'000 Franken.

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