Die Gewinner- und Verliererbanken seit der Finanzkrise

Die grössten Banken der Welt leiden weiter unter den Nachwehen der Finanzkrise. Die einen aber weniger stark als die anderen. Deutlich gebessert hat sich der Gesundheitszustand vor allem bei einer Schweizer Grossbank.

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Rund sechs Jahre ist es her, seit die Finanzkrise die Banken in voller Härte traf. Die Lehman Brothers – damals viertgrösste Investmentbank der USA – ging Pleite. Und dasselbe wäre wohl mit der UBS passiert, hätte der Staat die Grossbank nicht mit Milliardenbeträgen gerettet.

Mittlerweile haben sich einige global tätige Banken wieder erholt. Dies zeigen zumindest diverse Kennzahlen, welche «Bloomberg» veröffentlichte. Daraus geht hervor: Vor allem die UBS hat sich vergleichsweise gut erholt.

1. Bewertung

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) der UBS notierte in den Krisenjahren unter 1. Heute liegt es bei knapp 1,4 und damit am höchsten im Vergleich zu den anderen globalen Banken (siehe Grafik). Das heisst: Der Wert des Eigenkapitals ist um 40 Prozent höher als er tatsächlich ist – mitunter ein Indiz dafür, dass der Grossbank eine positive Entwicklung der Gewinne in Aussicht gestellt wird.

 KBV 500

Zum Vergleich: Bei der Rivalin Credit Suisse liegt das KBV knapp unter 1. Ganz unten befindet sich die Deutsche Bank, was nicht weiter erstaunt, angesichts der unklaren Ausrichtung des grössten deutschen Geldinstituts.

2. Profitabilität

Unter den Top drei befindet sich die UBS auch im Profitabilitäts-Vergleich. Die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) liegt bei zirka 9. In den turbulentesten Zeiten während der Finanzkrise lag sie zeitweise bei minus 12 (siehe Grafik).

ROE 501 

Vor der Finanzkrise lagen diese Werte deutlich höher. In guter Erinnerung bleibt die Forderung von Josef «Joe» Ackermann, Ex-Chef der Deutschen Bank, der eine Rendite von 25 Prozent und mehr forderte. Doch solche Werte sind in Zukunft wegen verschärften Eigenkapitalvorschriften der Aufsichtsbehörden wohl kaum realistisch.

3. Aktienkursentwicklung

Über mehrere Jahre hinweg betrachtet, gibt die Aktienrendite ein gutes Bild über die Ertragskraft und den Gesundheitszustand einer Unternehmung ab. Gut ging es Aktionären von amerikanischen Geldinstituten. Seit 2008 warfen beispielsweise die Goldman-Sachs-Papiere eine Rendite von über 150 Prozent ab.

Performance 500

Deutlich weniger gab es für die UBS- und die CS-Aktionäre. Dies ist neben der scharfen Aktienkurskorrektur auch den in den vergangenen Jahren spärlichen bis gänzlich ausgefallenen Dividenden zuzuschreiben. Geld verloren haben Aktionäre der Citigroup.

 

 

 

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