Asset Management in der Schweiz: Die Konkurrenz wächst munter

Ein weiterer Asset Manager lässt sich in Zürich nieder und will unter der Führung eines früheren Credit-Suisse-Bankers das institutionelle Geschäft in der Schweiz aufmischen.

Als Teil seiner Wachstumsstrategie hat der weltweit tätige Vermögensverwalter Standard Life Investments seine erste Geschäftsstelle in der Schweiz eröffnet. Sie steht unter der Leitung des 48-jährigen André Haubensack (Bild) und befindet sich am Zürcher Rennweg 22, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Das gesamte Vertriebsteam umfasst in einer ersten Phase fünf Personen. Die Schweizer Niederlassung bildet die Basis für den deutlichen Ausbau des Schweizer Kundenportefeuilles, den Standard Life Investments vorsieht, wie am Mittwoch weiter zu erfahren war.

Multi-Asset-Fonds gefragt

Im Geschäft mit institutionellen Anlegern wie Schweizer Pensionskassen und Investment Consultants konnte Standard Life Investments gemäss eigenen Angaben in den letzten zehn Jahren beachtliche Erfolge erzielen. Dabei hätten besonders der Multi-Asset-Fonds von Standard Life Investments, aber auch Spezialitätenprodukte im Aktien-, Immobilien- und Private Equity-Bereich Anklang gefunden, sagte André Haubensack.

Standard Life Investments hat seinen Hauptsitz im schottischen Edinburgh. Das Unternehmen, das weltweit 1'100 Personen beschäftigt, verwaltete per Ende März 2015 insgesamt 372,6 Milliarden Franken an Kundengeldern.

Kein Unbekanter in der Branche

In Zürich werden neben André Haubensack vier Teammitglieder die Deutschschweiz sowie die Romandie abdecken. Kunden aus der italienischen Schweiz betreut Arcangelo Barletta von der Geschäftsstelle in Mailand aus.

André Haubensack ist kein Unbekannter in der hiesigen Finanzbranche. Im Verlauf der Übernahme von Ignis Asset Management, wo er ab September 2009 tätig war, stiess er im Juni 2014 zu Standard Life Investments. Zuvor leitete er seit 2005 die erste Niederlassung von New Star Asset Management in der Schweiz.

Fund Lab eingeführt

Von 1991 bis 2005 war er für die Credit Suisse in verschiedenen Funktionen tätig, darunter als Head Provider Relations & Product Management. In dieser Funktion war er für die Markteinführung des mehrfach ausgezeichneten Fund Lab der Credit Suisse zuständig.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
mehr

SELECTION

Unattraktive Bankjobs

Unattraktive Bankjobs

Warum es nicht mehr so begehrenswert ist, bei einer Bank zu arbeiten.

Selection

Selection

So ruinieren Sie Ihre Karriere

Schon ein zu fester Händedruck könnte Ihrer Karriere abträglich sein.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

weitere News