Notenstein: Adrian Künzi will die 90-Prozent-Barriere knacken

Die Abspaltung des Asset Management macht sich bei der Privatbank Notenstein bereits bezahlt: Die Kosten seien deutlich gesunken, berichtet deren Chef. Doch von ihren Gewinnzielen ist die Raiffeisen-Tochter noch weit entfernt.

Das hatte Jahr für die St. Galler Bank Notenstein Privatbank hektisch begonnen. Noch im Herbst zuvor war der Beschluss gefallen, das Asset Management zurück zur Konzernmutter Raiffeisen zu transferieren. In einem überraschenden Coup übernahm Notenstein dann letzten Februar das Basler Traditionshaus Bank La Roche 1787.

So «tiefgreifende Veränderungen» habe Notenstein in ihrer (jungen) Geschichte noch nie erlebt, sagte deren Chef Adrian Künzi (Bild) nun gegenüber der Zeitung «Le Temps» (vollständiges Interview in der Printausgabe) am Mittwoch. Allerdings haben sich die Turbulenzen aus der Sicht Künzis bereits gelohnt.

Im Oktober unter Dach und Fach

Bei vollzogener Übernahme von La Roche 1787 rechnet der Notenstein-CEO mit verwalteten Vermögen von bis zu 22 Milliarden Franken, wie er gegenüber der Zeitung erklärte. Künzi ist zuversichtlich, dass er die Integration bis kommenden Oktober abschliessen und dabei sämtliche La-Roche-Kunden für Notenstein gewinnen kann.

Derweil erwartet der Privatbanken-Chef schon im ersten Semester ein Kosten-Ertrags-Verhältnis von 80 Prozent. Dies, nachdem die wichtige Kennzahl über Jahre hinweg über der 90-Prozent-Marke verharrte – ein bedenklich hoher Wert. Die Effizienzsteigerung hänge direkt mit der Auslagerung des Asset Management zusammen, so Künzi gegenüber «Le Temps». Mittelfristig soll die Kennzahl gar auf 75 Prozent sinken.

Noch viel Arbeit mit der IT

Für das ganze 2015 erwartet er für Notenstein nun einen Bruttogewinn von 18 Millionen Franken. Deutlich mehr also als die knapp 7 Millionen Franken von 2014. Aber doch noch meilenweit von den 60 bis 70 Millionen Franken entfernt, die Künzi letztes Jahr gegenüber finews.ch als Fernziel definierte.

Und es ist weiter mit viel Arbeit bei der Privatbanken-Gruppe zu rechnen. So soll etwa die IT an das Mutterhaus Raiffeisen ausgelagert werden; eine Übung, die den Personalbestand von knapp 700 auf 500 von Personen senken soll.

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