Bank Linth kann US-Busse locker wegstecken

Die zur LLB-Gruppe gehörende Regionalbank Linth hat mit dem US-Justizdepartement eine aussergerichtliche Lösung im Steuerstreit gefunden. Der Deal ist verblüffend.

Die Bank Linth hat mit dem US-Justizdepartement im Rahmen des US-Steuerprogramms eine abschliessende, aussergerichtliche Lösung in der US-Steuerthematik erzielt. Die USA verzichten auf eine strafrechtliche Verfolgung («Non-Prosecution Agreement»). Im Gegenzug bezahlt die Bank Linth 3,9 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitagabend mitteilte.

Die Bank Linth entschied sich Ende 2013, am US-Steuerprogramm in der Kategorie 2 teilzunehmen; das geschah nach dem Vorsichtsprinzip und im Interesse einer abschliessenden Regelung. Nach intensiven Gesprächen erzielte die Bank mit dem US-Justizdepartement eine aussergerichtliche Einigung. Damit kann das Institut die ganze US-Steuerthematik endgültig abschliessen.

Auflösung von Reserven

Die Bank Linth bildete Rückstellungen für die Teilnahme am US-Steuerprogramm,wie sie weiter mitteilte. Die Bezahlung des Betrags von 3,9 Millionen Franken an die US-Behörden ist im Jahresabschluss 2015 durch diese Rückstellungen und die Auflösung von Reserven für allgemeine Bankrisiken gedeckt. Die Einigung mit den US-Behörden wird somit das Jahresergebnis 2015 der Bank Linth nicht wesentlich beeinflussen, wie das Institut weiter festhält.

Bei der LLB-Gruppe, die gemäss weiteren Angaben die konsolidierte Berichterstattung in Übereinstimmung mit IFRS erstellt, wird in der Jahresrechnung 2015 ein Aufwand von 1,9 Millionen Franken anfallen, der sich aus der Differenz der Rückstellungen für die Teilnahme am US-Steuerprogramm und der Zahlung an die US-Behörden ergibt.

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