Kampf um Fintech-Profis in Asien

Um die Bedürfnisse der technologieaffinen Kundschaft in Asien zu befriedigen, stocken die Banken ihren Personalbestand an IT-Experten massiv auf – allen voran die Schweizer Banken. Doch der Run auf die grössten Talente birgt auch Nachteile für die Banken.

Für Fintech-Spezialisten in Asien brechen goldige Zeiten an. Denn im Bereich Wealth Management haben Privatbanken ihre Technologie-Budgets auf neue Rekordwerte geschraubt. Dies berichtet das Branchen-Portal «Asian Private Banker» (Artikel kostenpflichtig).

Gerade die Schweizer Banken zählen vor Ort zu den grössten Arbeitgebern in diesem Bereich. Das zahlenmässig stärkste Team hat das UBS Wealth Management mit 50 Köpfen (Stand Dezember 2014). Auch Julius Bär, Citi Private Bank oder BNP Paribas Wealth Management unterhalten Teams von mindestens 40 Leuten (siehe Tabelle).

IT Headcounts

Spezielle Leute gefragt

Dabei handelt es sich laut dem Branchen-Portal nicht um klassische IT-Teams, sondern um Software-Entwickler, Programmierern oder User-Experience-Spezialisten, die explizit für das Wealth Management arbeiten.

Genau solche Leute arbeiten im Anfang Juni eröffneten Innovationszentrum «Evolve» der UBS (Bild oben), wie finews.ch berichtet. Die UBS gilt zusammen mit der Credit Suisse (nicht in Tabelle), die seit rund einem Jahr ein Innovation-Lab in Singapur unterhält, zu den weltweit führenden Anbietern für digitale Bankdienstleistungen.

Allerdings: Der Run auf IT-Spezialisten trocknet den Arbeitsmarkt in der Region langsam aber sicher aus, wie Christine Wright, Managing Director beim japanischen Recruiting-Unternehmen Hays erklärt.

Kampf um die besten Talente

In der Folge suchen die Banken vermehrt im Ausland nach Fachkräften. Speziell im Unterhalt und der Verbesserung des von den Banken oft verwendeten Avaloq-Systems mangle es an Leuten, so Wright.

Und der Kampf um die besten Talente dürfte inskünftig noch härter geführt werden, weil nun auch andere Banken beginnen, verstärkt in Fintech zu investieren. Barclays zum Beispiel verdoppelte den Personalbestand im IT-Bereich innerhalb eines Jahres auf 10 Spezialisten. Auch die Deutsche Asset & Wealth Management erhöhte den Bestand auf 16 Leute (+60 Prozent).

Die Banken werden somit inskünftig noch tiefer in die Tasche greifen müssen, um an geeignete IT-Leute zu gelangen. Einige Banken werden deshalb den Anschluss im Bereich Digitalisierung verpassen, beziehungsweise müssen bereits fertig entwickelte Technologien für teures Geld einkaufen.

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