Notenstein Asset Management: Heimliches Machtzentrum in Zürich

Diese Woche nimmt die aus der Privatbank Notenstein ausgegliederte Asset-Management-Sparte ihre Arbeit auf. Damit kommt die Einheit aber noch nicht zur Ruhe. Offenbar bleibt kein Stein auf dem anderen.

Was bereits letzten Herbst aufgegleist wurde, nimmt nun seinen Lauf: Per 1. Juli wird der Bereich Asset-Management komplett aus der St. Galler Privatbank Notenstein herausgelöst.

Künftig wird diese Sparte als eigenständige Gesellschaft arbeiten und als solche direkt dem Mutterhaus Raiffeisen unterstellt sein, dem auch die Notenstein Privatbank gehört. Als designierter CEO wird Aris Prepoudis das Kommando übernehmen, wie finews.ch schon früher meldete.

Doch damit sind die Umbauten noch nicht zu Ende, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» (Artikel bezahlpflichtig) am Wochenende berichtete. So sei auch klar, dass die neue Einheit künftig einen neuen Namen erhalten werde. Das Label «Notenstein» würde damit verschwinden.

Auch IT und Strukis ausgegliedert

Auch intern würden die Karten neu gemischt, wie das Blatt weiter schreibt. So sollen sich die Gewichte im Raiffeisen-Asset-Management Richtung Zürich verschieben. Das Team in der Limmatstadt werde an der Stampfenbachstrasse neue Büros beziehen.

Damit dürfte dieser Standort zur«heimlichem Zentrale werden», schreibt die «Schweiz am Sonntag». Dies, obwohl das aus Basel stammende Nachhaltigkeits-Team des designierten CEO Prepoudis am meisten Personal in die 150-köpfige neue Gesellschaft einbringt.

Derweil erlebt die bisherige Notenstein einen weiteren Aderlass. Auch die IT, der Handel und die Abwicklung werden der Privatbank entzogen. Die Trader werden im Handelsraum der Raiffeisen in Zürich zusammengezogen. Auch der Bereich Strukturierte Produkte wird Raiffeisen übergeben.

«Kein Stein bleibt auf dem anderen»

Das alles soll gemäss der Logik von Mutter Raiffeisen helfen, die Privatbank agiler zu machen und vor allem deren Kosten zu senken. So soll bei Notenstein das Kosten-Ertrag-Verhältnis von derzeit über 90 auf 80 sinken, wie finews.ch bereits berichtete. Adrian Künzi sagte es gegenüber der «Schweiz am Sonntag» wohl richtig: «Es bleibt kein Stein auf dem anderen.»

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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